ALLTHENIKO – We will fight! CD

15,50

Nachdem mit dem Spruch „The best german metal from Sweden“ Ende der 90er die Hamster zu fallen begannen, war man sich musikalisch seines Lebens ja nicht mehr sicher. Überall kamen diese schrecklichen, kitschigen Melodicspeedkapellen auf und bezogen sich auf ihre zumindest musikalisch gesehen teutonischen Wurzeln. Gerade bei den Italienern war das wohl eine Art Volkssport für Pseudometaller. Nun, Alltheniko räumen damit ein für alle mal auf. Speed ja! Deutsch auch! Aber sicher nicht glattgebügelt, charttauglich und aufgesetzt frohlockend. Hier wird höllisch Gas gegeben, hier braten und sägen die Gitarren mit unheimlicher Wucht und Wut, während der Shouter mit charismatischer, dunkel – knurriger Stimme durch jeden einzelnen Track grollt und dabei eine verdammt gute Figur macht. Hier und da bringt er auch einige kraftmetallische Screams an. Diese Italiener sind verrückt genug, um in einem Song Flamencoelemente in den Mittelteil zu packen. Aber keine Sorge, sie kehren zum bestialisch rauhen Speedmetal zurück, noch bevor man überhaupt geschnallt hat, was da grad abgeht. Diese Musik ist sicherlich nicht für den Freund geschmeidiger Popmusik, gerade wenn diese uns als „Metal“ verkauft werden soll. Sogar thrashige Momente gibt es, wie sie wilder und leidenschaftlicher nicht sein könnten. Da wird einmal quer durch die gesamte Teutonenszene der 80er geklopft, daß es eine wahre Freude ist, da wird mit dem Posermesser gemeuchelt und geschlitzt, wie dereinst von den Legionen Kutten tragender Metalheads vor zwanzig Jahren vorexerziert. Wirkliche Perfektion ist nicht gefragt, obschon Alltheniko nicht zu den Stümpern gehören. Aber Kraft und Ausdrucksstärke stehen hier an erster Stelle, erst danach schaut man auf die allgemein standardisierten Rahmenbedingungen einer „perfekten“ Scheibe, nur um sich vor Lachen die Schmerbäuche zu halten und dann wie die Wildsäue weiterzudonnern. Überall sind diese killergeilen Gitarrenmelodien zu hören, welche den Riffs noch zusätzliche Hooks verleihen, daß auch der letzte Banger sich ihnen nicht mehr entziehen kann. Ich bin hin und weg, gerade weil hier ganz ehrlich und sympathisch auf jede Trendwendung geschissen wird. Diese Band hätte mit ihrem Debüt auch 1985 auf dem GAMA Label erschienen sein können. Das ist nun kultig, eventuell aber nicht wirklich massentauglich, doch wie ich sagte, ALLTHENIKO machen sich dahingehend keine Gedanken. Die Liebe zur Musik kommt an erster Stelle. Wer einen Mix aus alten WARRANT, RUNNING WILD (ca. 1984), NOISEHUNTER und NECRONOMICON irgendwie ansprechend finden würde, der darf jetzt die Griffel wetzen und sich dieses Album ranholen. Sehr lohnenswerte Sache. Gevatter Eddie aus dem Rock Hard Forum, stellvertretend für die Happy Speed Freaks, hingegen sollte sich schon mal Ohrenschützer kaufen ob der „mangelhaften“ Gesangskünste und dann an seinem kleinen Kotipelto herumspielen, denn ALLTHENIKO sind reinster, unverfälschter Metal ohne Kompromisse.

Power Metal

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Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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