BATTLEROAR – To death and beyond CD

15,50

Meine griechischen Schwertbrüder und Epicmetalkumpels von BATTLEROAR haben gerade ihr drittes Album rausgehauen, was angesichts des grandiosen Keep It True Gigs garantiert zu einem Verkaufsschlager avancieren dürfte. Musikalisch lohnt es sich auf alle Fälle für die Freunde traditioneller Metalklänge, die dem 80er Stoff hinterhertrauern, sich über ein wenig Frische und Spannung dennoch freuen würden. BATTLEROAR haben es sehr gut drauf, flotteres, erdiges Grundriffing mit dramatischen, aber nie kitschigen Melodien zu verbinden. Sänger Marco packt eine ebenso heroische wie bissige Metalstimme aus, die vor Charisma nur so strotzt. Ein kleiner, tapferer Italiener mit einer Griechenhorde hinter sich, ist das nicht an sich schon sympathisch genug? Nun, man gibt sich kompositorisch alle Mühe, die gesamte Bandbreite metallischer Klänge abseits von Gedresche und Krawall je nach Bedarf in packende Songstrukturen einzuarbeiten. Das ist das Geheimnis dieser Scheibe. Hymnische, heroische Melodien, intensive Gitarrenleads, ein natürlicher, transparenter Sound, sparsam dosierter Bombast an der richtigen Stelle, dennoch bodenständige Härte während der gesamten Spielzeit. Die Songs sind zuweilen etwas länger, drei sind über acht, einer über zehn Minuten lang, daher wird man sich auch als Hörer durch sie durcharbeiten müssen, um all die kleinen, bezaubernden Details in sich aufzunehmen. Aber Epicmetal nur mit kurzen Rockern geht auch nicht gut. BATTLEROAR verstehen sich durch geschickte Passagenwechsel, packende Soloexkursionen mit qualmenden Griffbrettern und immer wieder auftauchende betörende Melodien eine knisternde Spannung zu erzeugen. Ganz ohne außenstehende Einflüsse natürlich, denn orthodoxer als BATTLEROAR kann man Metal kaum spielen. Hier und da gibt es ruhige Punkte mit leicht folkigem Charakter, die als Kontraste gesetzt werden und die Seele des mitfiebernden Metalheads wieder mit spiritueller Kraft aufladen, denn die massive Wucht dieser Scheibe brennt Dir die Akkus leer. Natürlich ist die Neuerfindung des Rades nicht angestrebt worden, stattdessen gibt es wunderbares Heavy Metal Entertainment. Aber BATTLEROAR wirken dabei immer echt. Mein Favourit auf der Scheibe ist das zehnminütige „Oceans of pain“, ein Trip der Emotionen, mit grandiosen, packenden Riffs, Gitarrenmelodien zum Schwelgen, in denen man sich beinahe verlieren mag, mit einer weiteren ruhigen Mitte inklusive einem folkigen, melancholischen Ausdruck. Das eingängige „Born in the 70s“ rockt Dir danach die verwirrten Sinne wieder gerade. Ein packender Heavy Metal Hit, wie man ihn selten hat. Insgesamt kann ich auf der Scheibe sehr viele klassische Elemente entdecken, DIO, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, RIOT, die dann gekonnt mit den Grundlagen von MANILLA ROAD bis ADRAMELCH und BATHORY verbunden werden. Man schwimmt sich vom Epicmetal ein gutes Stück frei, ohne ihn aber zu verraten. So hält man sich frische Inspirationsquellen offen. Erwähnenswert ist auch das MANILLA ROAD Cover „Morbid tabernacle / Isle of the dead“, sehr atmosphärisch dicht, grandios ins BATTLEROAR eigene Klanggewand gekleidet, dennoch unverkennbar. Da bekommt man grad Lust, die alte „Deluge“ LP wieder aufzulegen. Klasse Abschluß für eine ohnehin mörderische Scheibe. Noch was? Ach, fuck, ich geb mich jetzt ganz der stählernen Besessenheit hin. Macht was Ihr wollt, aber holt Euch dieses kleine runde Biest!
Sir Lord Doom

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Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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