BITCHES SIN – Uduvudu CD

15,50

Ein fürwahr merkwürdiger Titel für eine ansonsten sehr traditionelle britische Metalscheibe. Nun waren die beiden frühen Platten dieser legendären B Liga Band (auch hier ein dickes „SCHADE“, denn verdient hatten sie es nicht, dort zu versauern) lange nicht so aggressiv und heavy wie dieses 2008er Album, hatten ihre Wurzeln noch weiter im Hardrock der 70er stecken. Aus der alten Zeiten Umarmung hat sich die Band um Ian Toomey befreit, jetzt wird der Metal zelebriert. Natürlich rockt das Teil ordentlich, die Rhythmen haben einen peitschenden Groove, der zusammen mit den erdigen, sehr emotionsgeladenen Melodien und den direkten Powerriffs die Richtung vorgibt. Der alte britische 70er Hardrock ist nicht vergessen, er wurde nur innoviert, wenn man das so sagen darf. Bitches Sin spielen so, wie sie bereits vor 25 Jahren hätten auftrumpfen sollen, obwohl man ihnen den Heavy Metal durchaus abkauft. Sie haben da ein etwas verunglücktes Stück im Programm, welches zwar auch guter, metallischer Heavyrock, aber an sich eine etwas schwächelnde, dennoch solide Komposition ist. Im Solopart wird aber selbst dieser Song zu einem Burner, wenn die Leadgitarre voll aufdreht und dem Hörer schier ins Gesicht explodiert. Schwächster Punkt ist der Gesang bei diesem einen Stück, der auf dem Rest der Scheibe mit viel Blues auf der Seele und Stahl auf den Stimmbändern klassischen Heavymetal und Hardrock Schemata frönt, ein sehr eindringliches Charisma offenbart und dem Hörer und geneigten Fan schmeicheln wird. Tony Tomkinson hat schon auf dem „Predator“ Debütalbum von 1982 gesungen, ist also ein gestandener Britenrocker und schaut man genauer hin, wird man einige Parallelen im Line Up von „Predator“ und „Uduwudu“ finden. Altverlässliche Qualität. Der Doomhammer „Eleventh hour“ am Ende der Scheibe macht den Ausrutscher „White room“ (sie hätten statt der geringfügig qualifizierten Eigenkomposition lieber den Cream Welthit covern sollen) komplett vergessen. Es gibt weiter vorne noch einen derartigen Doomkracher. Bitches Sin, selbst in einer Altherrenbesetzung, sind so verdammt frisch und hungrig, dabei wesentlich inspirierter und talentierter als ein Großteil der Frischlinge im traditionellen Metalbereich. Wahrscheinlich gerade weil sie noch die 70er und den damaligen Kreativpool mitbekommen haben. Wirklich innovativ ist das Album zwar nicht, aber es klingt so herrlich ungezwungen und hat zuweilen eine wahrlich sinistere Atmosphäre. Für NwoBHM Freaks und Traditionsmetaller genauso wichtig wie die neue Nightshade.
Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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