BLACK STEEL – Destructor CD

15,50

Griechen, das müssen Griechensöhne sein. Sie heißen so, nein, sie heißen so. Black Steel, in keinem anderen Land würden dieLeute ihre Band so nennen. Dann, das Cover, ein komischer Warrior und ein Ghoulviech. Die Musik, meine Güte, melodischer Heavy Metal, leicht klassisch angehauchte Soli, ein paar dezent flötende Backingkeyboards. Ha, nein, sie müssen Griechen sein. Nur Griechen kriegen es hin, pathetischen Metal zu spielen und dabei total unschwul zu klingen. Aber was ist das? Englische Namen? WAAAS?!? Australier? Naaaa, das ist ja kultig. Ich hätte echt auf Giechen getippt. Die Musik ist sehr traditionell gehalten, sehr melodisch mit leicht bombastischem Feeling, ein wenig freundlich von den Melodien her, aber durch die knallharten Gitarren schön metallisch. Warriormetal, wie man ihn zwar schon ab und an hören durfte, wie er aber noch lange nicht nervt, sondern ganz im Gegenteil dazu den headbangenden Metalfreak immer wieder begeistert. Denkt nicht dran, daß Ihr hier auch nur ein Quentchen Innovation verspüren werdet, aber dafür gibt es einfach nur geile Songs, mitreißende Soli und hymnische Melodien ohne Ende. Warum nicht, ein wenig Pathos hat noch nie geschadet. Was die Europäer können, haben die Anzacs erst recht drauf. Pegazus machten vor Jahren einen guten Anfang, auch wenn das Debüt noch etwas durchschnittlich war. Danach haben sie solide Metalscheiben veröffentlicht und wurden übelst verheizt, weil es ihnen eben an Spektakularität mangelte. Black Steel sollten da besser aufpassen. Ihr Album ist wirklich gut, kann immer wieder zwischen den absoluten Klassikern, mit großem Vergnügen sogar, gehört werden. Nach und nach wächst diese Scheibe zu einem heimlichen Metalhighlight heran. Vielleicht gibt es viele Alben, die einfach wahnsinniger sind, jedoch ist Black Steel eine nicht zu verachtende Ergänzung zur täglichen geistigen Nahrungsaufnahme. Nun ja, irgendwie mußte es ja auch noch traditionellen Heavy Metal außer Pegazus im Lande der unbegrenzten Knüppelorgien geben, nur so um der Gerechtigkeit Willen. Daher ist diese CD von doppelter Bedeutung, selbst wenn hier der Metal nicht neu erfunden wird. Zelebrieren tun ihn die Aussies mit Leidenschaft und Hingabe. Jede melodischere Heavyscheibe, die gegen den schwuchteligen Trendsymphosound anmarschiert und dabei noch mit wirklich erfreuenden Kompositionen glänzen kann, wird bei mir gerne gehört. Die Soli, stellvertretend für die gesamte Performance der Band, sind einsame Klasse. Der Gesang hat so einen kieksig – kultigen Ausdruck. Also wird auch hier nicht auf Nummer Sicher gegangen. So kann man insgesamt von einer gutklassigen Heavy Metal Scheibe sprechen, die mit Sicherheit ihre Liebhaber finden sollte.

Sir Lord Doom

Australien Power Metal

Artikelnummer: 15839 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte