CRYONIC TEMPLE – Chapter one CD

15,50

Aus dem Schwedenlande komme Cryonic Temple und spielen entgegen der vom Bandnamen geweckten Erwartungen keinen Thrash, sondern astreinen Heavymetal mit einigen Ausflügen in flottere Gefilde und einer guten Prise hymnenhafter Eingängigkeit. Cryonic Temple zeigen wesentlich mehr Tiefgang als die meisten heute so herumkreuchenden Bands, die sich dem melodiösen Metal verschriben haben. Neben den norwegischen Seventh One sind Cryonic Temple eine der mitreißendsten Heavytruppen aus Skandinavien, sicherlich sehr eingängig und dem gängigen Eurometalstil nicht völlig entfremdet, aber trotzdem kraftvoll und von der Ausstrahlung her sehr bodenständig, ehrlich und symphatisch. Keine Frage, Cryonic Temple verstehen ihr Handwerk und wissen, worauf es beim Heavy Metal ankommt. Man hört ihnen auch sofort die Liebe zur Musik an. Keine Spur von aufgesetzter Fröhlichkeit, hier rult der Stahl supreme. Cryonic Temple attackieren mit furioser Leidenschaft die Stellungen der Horde, die den Markt mit künstlich herangezüchtetem Pseudometalmist in Verbund mit Rapvocals zu überrennen und die Gemüter der jungen Metalfans zu blenden drohen. Doch die Riffgranaten dieser schwedischen Eingreifbrigade werden so manchen Metallerschädel ordentlich durchpusten, alleine schon durch die von Zeit zu Zeit eingeflochtenen Elemente US amerikanischer Stahlschmiedekunst, die Erinnerungen an diverse Truppen der mittleren Achtziger wachrufen. Alleine dieser Faktor bremst den oftmals gerade bei Skandinaviern vorhandenen Hang zu schwachbrüstigem Gekitsche merklich immer dann, wenn Cryonic Temple Gefahr laufen, gerade auf dieses Level abzusteigen. Keine Chance, diese Elchstecher sind gewiefte Metalfüchse, die genau wissen, wann sie sich aufs Eis der zugefrorenen Fjorde wagen dürfen. Wenn es mal derbe europäisch zugeht, haben meist treubritische Metalbands einen mehr als tiefen Eindruck hinterlassen, naja, will sagen eine dem britischen Stahl vor etwa zwanzig Jahren angemessen huldigende Truppe, bei der ein gewisser Gaylord das Mikro schwang und das wiederum sorgt schon dafür, daß Cryonic Temple nicht in himmelhochjauchzende Engelschorgefilde entfleuchen, andererseits umschiffen sie durch das melodiöse Element die Biederkeit, die manch eine neue Truppe an den Tag legt. Gewiß ist, daß Cryonic Temple den Metal bestimmt nicht neu zu erfinden drohen, was uns Traditionalisten doch hocherfreut die Restmatte schütteln lassen wird. Alles in allem ist diese CD ein kleines Schmankerl für alle, die der stählernen Obsession fröhnen.

Sir Lord Doom

Underground Symphony

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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