DAMAGE – Hopes and fears CD

18,00

Was mögen ihre Ängste und Hoffnungen sein? Hoffnung: Metal übernimmt die Regierungsgewalt auf der ganzen Welt, alle Trendbands und – fans werden mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Angst: Das ganze könnte schiefgehen, weil es in den eigenen Reihen so manch einen verräterischen Wendehals gibt. Zu jenen wollen und werden Damage natürlich nie im Leben gehören, auch wenn ihr Stil als melodischer Speedmetal klassifiziert werden kann, sie trachten nicht nach dem schnellen Geld, sondern machen ihren Sound aus Leidenschaft. Die Klangqualität der Scheibe ist gut, schön bodenständig und rauh, dennoch transparent. Vom Songwriting her setzt man nicht durchgängig auf Geschwindigkeit, sondern baut auch mal ein paar ruhigere, fast schon sentimental anmutende Passagen ein. So erscheinen dann die knalharten Parts umso härter und brutaler. Damage wissen sich von Song zu Song weiter zu steigern, dramatische Melodien und mitreißende Leads pflastern ihren Weg. Selbst vor beinahe hypnotisch anmutenden Percussions schrecken sie nicht zurück, so geschehen in einem ihrer interessantesten Stücke, „Memories running“. Vom Grundcharakter her ist dieser Song eher düster, die zermalmende Schwere der Rhythmusgitarren ist einer der vielen Suchtfaktoren dieses Songs. Und Damage belassen es nicht bei diesem einen Song, nein, sie bauen noch häufiger ebenso strange wie gutklassige Percussionpassagen ein, treten schrittweise immer weiter vom Melodicspeed zurück und integrieren auch folkloristisch anmutende Klänge, die zwar eher im Hintergrund agieren, dennoch aber nicht ohne Wirkung bleiben. Ein sehr eigenwilliges Stück Stahl tut sich da auf, welches den meisten europäischen Produktionen durch seine inspirierte und leidenschaftliche Art überlegen scheint. Ich hab ja noch nicht aufgegeben, auch im melodischen Power – bis Speedmetal nach originellen und besessen zu Werke gehenden Bands zu suchen und tatsächlich, Damage sind eine derer. Sogar eine tolle Hymnenballade, die sich in Punkto Dramatik langsam steigert und dann schier zu explodieren scheint, ist hier vertreten. Der größte Teil der Songs beschränkt sich allerdings auf mal mehr, mal weniger originellen, immer aber entschlossen nach vorne gespielten Metal. Die guten Melodien laden ein, sich dem bunten Reigen anzuschließen. Macht Laune, diese Scheibe! Ist sicher noch nicht der Höhepunkt aus kompositorischer Sicht, aber ein mehr als solider Einstand für Damage.

Sir Lord Doom

strong Brasil power metal

Artikelnummer: 13832 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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