DECEIVER – Deceiver CD

12,00

Hell – o! Das ist ja mal wieder ein herrliches Speedmetalbrett. Der Sänger klingt wie eine etwas melodischere Version von Paul Baloff, während bei der Instrumentierung Einflüsse der NWoBHM und des extremeren 80er Metals zusammenkommen, ich spreche von Tank, Motörhead, Warfare und dem etwas herberen, straight tosenden Stoff der ersten Bathory und Venom, die dann speedmetallisch durch den Wolf gedreht werden, aber auch gerne in mittelschnellen Bereichen verweilen. Das sind dann also Deceiver aus Schweden, nicht superoriginell oder gar ansatzweise innovativ, aber dafür umso sympathischer mit einprägsamen Riffs und donnernden Rhythmen, die zu einem Headbangingfest einladen. Die schwedischen Gehennah hatten eine ähnliche Ausrichtung, waren aber dumpfer und primitiver als diese Youngsters. Deceiver haben ein Händchen für durchgehend mitreißendes Songwriting, sie ziehen nichts unnötig in die Länge, sorgen durch mittleres Tempo in Verbund mit pfeilschnellen Parts für genügend Abwechslung und geben ihren Songs sogar noch einen irgendwie schon eigenwilligen Charakter mit auf den Weg. Erwartet bitte keine großartige Komplexität oder Progressivität, das alles darf hier keinen Platz finden, geradlinig muß es sein, nach vorne auf das Nasenbein donnern und einen feinen Moshpit vor der Bühne erzeugen. Deveiver wollen auch irgendwie nicht den Rekord für die schnellste oder härteste Band brechen. Sie bewegen sich im etwas extremeren Rahmen, aber sie fangen nicht das Knüppeln an. Das alleine macht sie schon so liebenswert. Etwas derberer Metal von Fans für Fans, grundehrlich, bodenständig und sehr leidenschaftlich intoniert. Sehr feiner Stoff, leider nur eine EP, aber das volle Album kommt bestimmt.

Sir Lord Doom

5 Tracks, Iron Fist Productions

Artikelnummer: 11633 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte