FIRE TRAILS – Vanadium tribute CD

15,50

Vanadium, die italienischen Kultheavyrocker sind nicht totzukriegen. Zumindest einige ihrer ehemaligen Mitglieder nicht. Sänger Pino hat immer noch diese rauhe Rockröhre, immer noch den leichten Akzent in seiner englischen Aussprache, welcher ihn so symphatisch macht. Und die Musik, naja, es handelt sich hierbei eh um Neuaufnahmen alter Vanadiumrocker und -balladen aus ihrer zwanzigjährigen Geschichte. Eine heavy treibende Orgel gibt wie zu besten 70s Zeiten den Ton vor, dem die wuchtigen Riffs und straighten, mitreißenden Beats folgen. Darauf fußen eingängige, erdige Melodien, die sich rasch in die Herzen der Liebhaber harten Rocks fräsen. Leads werden sowohl von der Gitarrenfraktion, als auch vom Organisten aus den Boxen gefeuert, hinein in die gierende Meute. Firetrails zelebrieren diesen harten Rocksound sehr hingebungsvoll, geben sich spieltechnisch auch keine Blöße. Sie schaffen es sogar, ein Feeling wiederzuerwecken, welches seit Anfang der 80er schon nicht mehr da zu sein schien. Diese Italiener kennen kein mechanisches Herunterzocken ihrer Stücke, ihre Ausführungen sprühen vor Lebendigkeit und furioser Leidenschaft. Gerade die Orgelsounds wissen zu fesseln, so verdammt intensiv und heavy sind sie. Mein heimlicher Favorit auf diesem Album ist das uralte “Don’t be looking back”, ich habe sogar noch die Originalversion auf Platte, ein getragener, leicht balladesker Rocker mit einigen sehr eruptiven Momenten, insbesondere beim packenden Refrain. Nach der neuen Rata Blanca ist das hier das nächste Überfliegeralbum aus dem Hause Underground Symphony. Man braucht kein Gefrickel, keine übertriebenen Heldensoli, kein Geträllere, geiler Heavymetalrock mit geilen Melodien und einem leicht klassischen Feeling klingt am besten, wenn er direkt aus dem Bauch heraus entfesselt wird. Die Platte hat ein sehr energiereiches Livefeeling, man spürt das durch die Adern der Musiker rinnende Feuer auf das Publikum überspringen. Und verdammt, auch wenn diese Musik eher 1981 angesagt war, naja, schon nicht mehr ganz, sie ist auch heuer noch aktuelle, trotz oder gerade wegen all der dummen Trends der letzten zwei Dekaden. Das Riffing ist es, ein sehr inspiriertes Spielen, Streicheln und quälen der Gitarren. Die ineinander verflochtenen Orgel – und Gitarrenlinien sind sehr spannend arrangiert, verströmen eine wilde Dramatik. Firetrails lassen nichts anbrennen, hoffe nur, daß sie sich der Klasse ihrer alten Kompositionen bewußt sind und dementsprechend an die neuen Songs (hoffentlich) herangehen. Sir Lord Doom

Underground Symphony

Artikelnummer: 17252 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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