INMORIA – A farewell to nothing: The diary part 1 CD

12,00

Diese Band umfasst wirklich eine Menge dessen, was den Metal in den letzten zwanzig Jahren wohl geprägt hat. Knallharten Powermetal mit straighter Ausrichtung, wie ihn JUDAS PRIEST auf „Painkiller“ spielten und damit tonnenweise Bands beeinflussten, verspielten, progressiven Stoff mit düsteren Keyboards, der die episch – mystischeren Momente einer Band wie DREAM THEATER oder aktuellere FATES WARNING ins Gedächtnis ruft, majestätischer Bombast in seiner exaltiertesten Form, wie man ihn von BLIND GUARDIAN kennt, modernen, krachenden Powermetal, getrieben von zerschmetternd wuchtigen Riffs und hochemotionalen Melodien, der an NEVERMORE erinnert. Und nun? INMORIA haben also viel Musik gehört in den letzten zwanzig Jahren und viele Einflüsse aufgesogen, aus denen sie nun ihren ureigenen Stil geschmiedet haben. Die Keyboards sind sehr präsent, wobei die krachenden Gitarrensalven sie immer wieder unterzubuttern gedenken. Der Gesang ist grandios, wütend und kraftvoll, dem Terminus Powermetal alle Ehre erweisend, dann wieder mehrstimmig und bombastisch, dauerhaft charismatisch jedoch und gefühlsintensiv. Die Gesangslinien in ihrer Geradlinigkeit gehen sogar noch weiter zurück in der Zeit, hin zum klassischen Hardrock und Metal der Pioniertage, RAINBOW, DIO, diese Kaliber. Aber die Stimme ist einfach zu eigensinnig. Diese Band hat es geschickt angestellt. Sie vereint eine ganze Epoche, ungefähr zwanzig Jahre Heavy Metal Entwicklung im relativ traditionellen Bereich von 1980 bis ca. 2000. Man kann zwar einzelne Aspekte auch gewissen Vorbildern zuordnen, wenn man sich bemüht, aber das Gesamtbild der Gruppe INMORIA an sich ist sehr ausdrucksstark und steht für sich. Und je öfter man sich als Metalfan, gerade als Liebhaber von originalem Powermetal auf diese Scheibe einlässt, umso besser geölt laufen die Stücke einem rein. Klar, die Scheibe ist sehr dunkel, düster und auch mit mehr Elan beim Ausprobieren dabei, aber dies gefällt durchaus. Und ich meine, Bollnäs als Heimatbasis, ein Schelm, wer dabei nicht an TAD MOROSE und MORGANA LEFAY / LEFAY denkt, die sich sicher auch nie an die Regeln und Dogmen des Metalgenres haben halten mögen. INMORIA führen den Kreuzzug beider Gruppen unter einem Banner fort und dies mit grandiosen Songs, die trotz aller Haken, Ecken und Kanten immer schön schmissig und einprägsam wirken. Eine sehr direkte und harte, insgesamt sehr gute Platte, die immer mit einem Fuß in den Traditionen und mit einem Fuß in der Gegenwart steht.

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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