MANILLA ROAD – Crystal logic CD

15,50

Es ist wie eine nie endende Liebe, tiefer und hingebungsvoller als alle Beziehungen, die man so haben kann. Oder wie beschreibt man seine Lieblingsplatte besser? Ich habe eine “Hall of Fame” in der neben Jag Panzers “Ample Destruction”, allen Cirith Ungol Scheiben, allen Pentagram Scheiben, Slough Fegs “Twilight of the Idols”, der ersten Agent Steel, der zweiten Griffin, Ostrogoths “Full Moon’s Eyes”, Adramelchs “Irae Melanox” und der begnadeten “Black Death” von Brocas Helm diese LP steht. Eine Tafelrunde des puren Stahls sozusagen. “Crystal Logic” von Manilla Road, eine trotz des nicht HiFi – tauglichen Sounds unheimlich intensive Scheibe voll von kleinen, mystischen Sagen und Geschichten. Siebzehn Jahre nach Erstveröffentlichung gibt es “Crystal Logic” erstmals auf CD. Nun hat niemand mehr eine wirkliche Ausrede, diesen Meilenstein des amerikanischen Metals nicht zu besitzen. War die Originalpressung auf dem bandeigenen Roadster – Label fast unmöglich aufzutreiben und auch der Eurorelease auf Black Dragon in blauem Vinyl sehr selten, da von wahnsinnigen Freaks wie mir begehrt, sollte sich dies nun mit dem Rerelease auf Iron Glory (Dank an Andi “Ficksau” Preissig!) ändern. Die ersten tausend CDs kommen übrigens im Digipack, was ein zusätzliches Vergnügen ist. Immernoch wird dieser Meilenstein von einem unheilsschwangeren Intro eingeleitet, bevor das mitreißende “Necropolis” den Totentanz einläutet. Schon dieses Stück ist ein schneller, epischer Oberhammer, textlich von ungeheurer Düsternis geprägt. “Necropolis”, die Stadt der Toten! Argh! “Flaming Metal Systems” war ürsprünglich nur auf einem Sampler der “US METAL” – Reihe, wer erinnert sich nicht gerne an die martialischen Cover zurück, zu hören, wird hier nun als Bonusstück verbraten und paßt perfekt in den bunten Reigen aus fantasievollen Melodien und schweinefetten Riffs in Verbund mit Mark Sheltons eigenwilligem Gesang. “Crystal Logic” ist schon ein Vorbote auf das, was gegen Ende der Scheibe folgen sollte. Episch und hinreißend schön sind die Melodiebögen, die sich die Herren Shelteon und Park da aus dem Ärmel schütteln. „Feeling free again” ist da eher ein “Goodtime” – Heavyrocker, in der Atmosphäre ähnlich “Better off dead” von Cirith Ungol, nur etwas schneller, treibender. Der Herr aller Rätsel erwartet den geneigten Fan nun. Die knochenzermahlende Gitarre und Sheltons irrsinniger Gesang machen das Stück zu einem in Punkto Dramatik selten erreichten Killer. Schön stampfend und dunkel erzählt Euch die Band hier wieder eine ihrer Gänsehautstories. Manilla Road waren imagemäßig nie der Inbegriff der totalen Metalband. Auch musikalisch konnte man sie erst ab diesem Album in den Bereich “Heavy Metal” einordnen, auf den ersten LPs war doch noch Hardrock mit 70s Touch zu hören, der aberschon aufzeigte, wohin sich die Band ab dem dritten offiziellen Album (es gab noch das geniale “Dreams of Eschaton” Tape, welches aber nicht veröffentlicht wurde und Manilla Road von einer sehr verträumten, epischen Seite zeigte, die nur am Rande etwas mit Metal zu tun hatte!) entwickeln sollte. “The Ram” ist ein schneller Metalsong mit wildem Solopart. An Abwechslung mangelte es den Jungs also nicht. “The Veils of Negative Existence” ist wieder ein doomig angehauchter Epichammer, den man nicht vor dem Schlafengehen hören sollte, denn man käme aus diesem Traum niemals zurück. Wer nun glaubt, daß es epischer, tiefsinniger und genialer gar nicht mehr gehen könnte, der wird gleich nach dem Ausklingen des oben genannten Stückes eines Besseren belehrt. Wirklich? Hört das völlig entfeselte Solo bei “In the Veils of Negative Existence”! Das kann man noch übertreffen? Wait and fuckin‘ see! Es ist Zeit für DEN Epicmetalsong schlechthin: “DREAMS OF ESCHATON”. Man sollte sich lieber vor dem Anhören setzen. Es beginnt traurig – balladesk, ein aus einem Alptraum erwachter Mann erzählt seine Geschichte, eine Story die ergreifender kaum sein kann, ebenso wie die Musik dazu. Die ruhige Seite des Stückes währt nicht lange. Megabrachiale Riffs läuten den harten Part ein. Der Hörer fängt dann spätestens bei Einsetzen des Gesangs an zu toben! Ich kann nun nicht mehr zu dieser Scheibe sagen, ich muß mitfiebern, so verfallen bin ich den “Dreams of Eschaton”. Holt Euch diese CD und fühlt mit mir!

Sir Lord Doom

rerelease & bonustrack

Artikelnummer: 12606 Kategorie: Schlüsselworte: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte