MERCY – Underground CD

17,00

Soll einer diese nach Schweden ausgewanderten Jugoslawen verstehen, naja, ist ja im Grunde nur einer, der hier alle Instrumente nebst Gesang bedient. Kranker Vogel, hahaha. 1983 schon hat er mit einer echten Band im Rücken eine EP rausgebracht, es folgten die Alben „Mercy“, „Witchburner“ und „King Doom“, hiernach gab es noch Aufnahmen, doch die kamen erst 2002 als „Victory March“ LP raus. Dann war irgendwie Schicht im Schacht. Mercy an sich waren 1983 unspektakulärer Heavyrock mit erdigem Feeling, wurden dann immer metallischer und doomiger, wobei natürlich Eddie Marcolin, welcher später unter dem Pseudonym „Messiah“ bei Candlemass Karriere machte, mit dazu beitrug, daß die doomig – metallene Richtung anvisiert, allerdings erst nach seinem Abgang eingeschlagen wurde. Und nun? Auf dem 2003 erschienenen Comeback präsentiert sich der Jugoschwede hier als Heavydoomrocker ganz alter Schule. Tonnenschwere, brummende und jaulende Riffs, ein tosender, wummernder Bass und wuchtige Drums und beschörende, dabei aber wenig pathetische Vocals, die direkt aus dem Bauch heraus ins Mikro geraunzt werden, braucht man mehr? Hölle, der Mann weiß, wie man geile, packende Songs schreibt, auch wenn die Arrangements nicht unbedingt als vertrackt angesehen werden sollten. Die primitive Schwere der Gitarren alleine hypnotisiert schon, die heulenden Leads durchdringen Deine Seele, verweben sich mit Deinen Gedanken und löschen sie aus. Mercy Anno 2003 sind heavier als das Leben, erinnern mich an Saint Vitus, ja, absolut, dreckig, roh, ohne jegliche Eleganz, dafür von einer höchst intensiven Monotonie, welche gekonnt inszeniert und hingebungsvoll zelebriert wird. Purer Doom also, kein wirklicher Metal, dennoch heavier als viele Sachen, die in den letzten 20 Jahren so auf uns losgelassen wurden.

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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