MONEY – First investment CD

15,50

Eine episch progressive Hardrockschlacht wird auf dieser Wiederveröffentlichung geschlagen. MONEY sollten eigentlich zur Speerspitze der NwoBHM gehört haben, landeten leider, trotz Deals bei Gull Records (u.a. JUDAS PRIEST in frühen Tagen) auf den hinteren Rängen, denn sie waren gerade so in der Startphase der Bewegung präsent, haben 1980 nach einer letzten EP wieder das Handtuch geworfen. „First investment“, das Album, ist von 1979, der Bonustrack war eine 78er Single B Seite. Zu früh, zu verspielt, zu progressiv. Der Opener ist ein unaufdringlicher, aber liebenswerter Heavyrocker mit ellenlangen Soli und noch recht straight. Melodischer, ätherischer und proggiger wird es mit „Leo the jester“, welcher später noch auf einer NwoBHM Compilation landete. Da sind nachdenklich stimmende ruhige Parts, fröhlich dahinschwingende, leicht abgehobene Strophen, sanfte, symphonische Refrains von großer Erhabenheit und sehr intensive instrumentale Zwischenpassagen mit packenden melodischen Soli. Alles sehr eingängig aufgebaut. „Aren’t we all searching“ ist ein geradliniger Hardrock mit cooler Melodie und ein paar abgehobeneren, progressiven Läufen. Anspruchsvoll und doch schön zum Mitgehen geeignet, ein Ohrwurm. Dieser Song war die 78er Single A Seite, dessen B Seite hier als Bonus verwurstet wurde. In seinem Mittelteil wird wieder furios soliert, dennoch bleibt man melodisch. Immer wieder gibt es kleine Gitarreneruptionen, die dem Song noch ein wenig mehr Wucht verleihen. Du liebst die Scheibe auf der Stelle.“Geneva“ ist ein kürzerer, aber sehr progressiver Rocker mit euphorischer Melodieführung und vielen Wechseln. Irgendwie leicht schräg und sperrig, aber definitiv cool. Man hatte mit solchen Stücken den klassischen Progrock bereits hinter sich gelassen, war moderner, der frickeligeren Seite des Neoprog zugewandt. Ein schönes Instrumentalstück auf der Akustikgitarre ist „Cosmic lullaby“, welches dann von einem spacigen Synthesizerblubbern beendet wird. „Opening night“ ist dann ein A Capella Song mit Elementen alter britischer Folk – und Chormusik. Nicht unbedingt Metal, aber verdammt gut und für eine eher progressive Platte durchaus tragbar. Mit „Finale“ wird dann wieder hart, melodisch und fröhlich, ja geradezu hymnenhaft euphorisch gerockt, obschon die Verspieltheit dieses Stückes nicht unerheblich ist. Irgendwo zwischen härteren SWEET, YES, QUEEN und JUDAS PRIEST mogelt sich die Band hier durch die Botanik und macht ihre Sache so abartig gut. Der Gesamtsound der Scheibe ist natürlich typisch 1979, aber dafür sehr transparent. Schön roh und ungezähmt klingt „First investment“. Hier zeigt sich eine Band von Könnern sehr inspiriert. Lovely. „Statements and demands“ ist wieder theatralischer, melodisch progressiver Rock mit härterer Kante, verspielt, ätherisch, eigensinnig, mit einigen Elementen alter britischer Musik in der Strukturierung und Melodieführung. „Remembering (M.G.O.)“ rockt geradlinig, mit schöner, unkomplizierter Melodie und leichtem Feeling härterer Rocksachen der damaligen Zeit wie UFO oder MONTROSE. Geil ist dann der letzte originale Albumtrack „Goddess“, schöner, verspielter Hardrock mit vielen mystischen, ruhigen Passagen und epischer Ausstrahlung. Die Band hat einige geheimnisvollere Stimmungen in dieses Prachtstück eingebaut. Bonustrack ist der Hardrocker „Where have all the dancers gone“, ein schöner, rotziger Song mit ein wenig sphärischerer Gesangsmelodie und schön wildem Solopart, der zum Ende hin in furiosem Doublebasskrawall explodiert. Feine Sache! Für NwoBHM Liebhaber, Freunde progressiven Hardrocks wie CHASAR, SHIVA oder SARACEN und PALLAS ist das hier eine Pflichtübung. Die Band schreibt eigenständige Songs, die auch nachhaltig im Schädel bleiben!
Sir Lord Doom

NWoBHM

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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