NOBLE SAVAGE – Killing for glory CD

15,50

Der Opener stampft majestätisch aus den Boxen, die Gitarren schrammen kraftvoll mit leicht doomigem Ausdruck und der Heldentenor am Mikro gibt dazu alles. Huch? Ist der Geist der alten Zeit, der alten schwedischen Zeit um genau zu sein, in die Glieder der italienischen Epicmetaller Noble Savage gefahren? Schon der nächste Song ist ein eher schneller Fetzer, dem aber ebenfalls eine gewisse epische Note nicht abzusprechen ist. Und dann die Hymne. „Noble of the sea“ ist Pflichtprogramm bei Noble Savage seit sechs Jahren, seit den seligen Demotagen und der Song kommt auch in der soundsovieltesten Fassung immer wieder göttlich. Ein vor mystischer Tiefe nur so strotzender, noch sanftmütiger Anfang mit schon sehr viel Dramatik erahnen lassender Melodielinie, dann die Wendung zu heroischem Metal und schließlich eine dritte Drehung zu mehr Kraft und Geschwindigkeit. Halleluja! Dies ist eine der einprägsamsten Metalhymnen der letzten 18 Jahre und auch wenn man gewisse wild umherlaufende Hamburger als Inspirationsquelle erahnen möchte, der Song an sich hat Charisma und einen eigenen Kopf. Das mag am Sänger liegen, dessen Stimme zwar viel Pathos verströmen lässt, der aber auch eine nicht zu verleugnende Erdigkeit besitzt und wenn er dann seine Melodiebögen hinausröhrt, auch so klingt, als meine er es ernst. Noble Savage meinen es auch ernst. Sie sind keine Trendaufspringer, keine jener von Metalfans zu Musikern gewordenen Bands, keine Neopowermetalweichbrote. Der Klang der Scheibe klebt förmlich auf der Erde, auch wenn die Kompositionen an sich eher monumental erscheinen, nicht immer wohlgemerkt. In den flotteren Momenten ist es urtypischer Heavy Metal, der aus der Mitte der 80er stammen könnte, nicht ganz deutsch, nicht ganz holländisch, nicht ganz skandinavisch, aber immer frisch und mitreißend klingt. Die Jungs komponieren songorientiert und doch ausladend, halten ihre Epik aber immer im Zaum. Noble Savage gehören in eine Liga mit den wiedererstarkten Ritual Steel, Crystal Viper aus Polen, Crystal Tears aus Griechenland, Bands also, die ihren Metal urtraditionell und doch mit frischem Mut und Tatendrang spielen, den an sich schon geilen Songs noch ihren ureigenen Charme verpassen und damit diese so oft totgesagte und von den aktuellen Pseudobands fast totgespielte Stilrichtung zu einer neuen Blütezeit verhelfen. Sir Lord Doom

Underground Symphony

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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