OVERDRIVE – Swords & axes & 6 bonustracks CD

18,00

Schwerter und Äxte, jaaaaa, das klingt doch nach epischem Bombast, getragenen, majestätischen Melodiewelten mit donnernden Gitarren und einem heroischen Sänger…FALSCH!!!!! Solche Assoziationen können nur dann geweckt werden, wenn man sich zu tief in den aktuellen Epicmetaldschungel vorwagt. Overdrive vor gut zwanzig Jahren waren, wie Heavy Load auch, eben anders. Textlich hatten sie schon den Metal im Blute, nur eben mußte das nicht auch noch musikalisch mit übertriebenem Pathos dargestellt werden. Diese Schweden boten Heavy Metal. Der Sänger hatte einen sehr eigenen Ausdruck und verlieh dem Material gleich seinen Wiedererkennungswert, man konnte einzig erkennen, daß es sich um Schweden handelte, da die schwedischen Metalsänger fast alle diese mittelhohen, etwas melancholischen Stimmen hatten. Siehe auch 220 Volt oder Heavy Load. Nun ja, Overdrive werkelten, wie zu ihrer Zeit üblich, mit Elementen aus Metal und Hardrock herum, mal treibender, mal mittelschnell rockend, heavy waren sie jedoch zu jeder Zeit. Das Material wirkte unspektakulär, bewies jedoch Standhaftigkeit und viel Tiefgang, anders als bei ihren Landsleuten heutzutage. Die Schlagzeugfiguren waren sehr von Abwechslung geprägt, packend inszeniert, den Hörer mit sich zu reißen, mit ihm einen makabren Tanz zu vollführen. Das waren eben noch die Elemente des harten Rocks, von dem Overdrive ja kamen. Neue Bands würden hier ja einen mechanisch – eintönigen Nähmaschinenbeat mit viel Doublebass drunterlegen, damit ja jeder Zuhörende auch in seinen Emotionen plattgetrampelt wird, wie süddeutsche Kleinstädte von japanischen Touristen. Ach, die Herren von Overdrive waren sich nicht zu fein, auch mal einen groovenden Hardrocker einzubauen, ich spreche hier schon vom Material für das dritte, ja nie erschienene Album. Nun ja, sie hatten sicherlich härtere Stücke am Start, aber auch hier beweisen sie ihre Qualitäten durch lockeres, gut durchdachtes Songwriting und instrumentale Virtuosität. Overdrive hing immer so ein leichter Hauch von Klassik an, selbst in den straighten, erdigen Heavymetalsongs, das hatten auch beinahe alle schwedischen Bands. Europe, Malmsteens Rising Force, als größte Beispiele, aber auch Parasite oder 220 Volt. Nun ja, die hardrockigeren Songs der unveröffentlichten dritten Platte waren nun nicht die absoluten Bringer, sehr kommerziell und eingängig, aber auf ihre Weise doch gut hörbar. Man ist schon geneigt zu sagen, daß der Entschluß der Bandaufgabe um diesen Zeitraum wirklich gut war, als Bonusschmankerl taugen die Sachen ja auf alle Fälle was, sei es darum, als schlechte Beispiele zu dienen. Für mich ist es Musik, bei der man sich einfach mal entspannen kann, ein Grinsen aufsetzt, vielleicht im Auto die Seitenfenster runterkurbelt und den Lautstärkeregler auf volle Pulle dreht. Gut gemacht sind die mehrstimmigen Refrains. Also insgesamt ein abwechslungsreiches Album, daß man als Liebhaber des 80er HEAVY METALS durchaus besitzen sollte.

F. Ett

wieder da, wenige

Artikelnummer: 17944 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte