SEVENTH POWER – Same CD

15,50

Während man den Gitarristen Bill Menchen am besten für seine Arbeit mit Final Axe, Titanic und Rev Seven kennt, muß ich schon sagen, daß das 2006 erschienene Debüt seiner neuen Band The Seventh Power sein bislang mit Abstand bestes Werk darstellt. In eine geradlinige Heavy Metal Richtung marschierend und doch immer wieder Einflüsse von Powermetal oder gar Doom wiederspiegelnd, zeigt The Seventh Power wie Bill Menchen seine Kreativität bis zum Limit drückt. Das Ergebnis ist ein sehr stimmiges Bestreben, wieder einmal hat Bill Menchen hier sehr viel Zeit und Mühe ins Songwriting gesteckt, welches mit Bestimmtheit Fans von Saint, Armageddon, Ozzy, Black Sabbath, Barren Cross und Deliverance nach dem „Weapons of our warfare“ Album gefallen dürfte. Packende Ohrwurmmelodien, welche in im Final Axe – Stil gehaltenen Hardrockern wie “Christ Died”, “Far From Fear” und “Heaven’s Gate” besonders gut zur Geltung kommen, sind neben synphonischen Powermetaleinlagen bei einigen Stücken in üppigem Maße vorhanden. Stücke wie das instrumentale “Seven Golden Lampstands” oder das experimentellere “Ocean Of Emotion” schenken dem Album noch mehr Abwechslung und gehen Hand in Hand mit zwei der besten Nummern hier, dem doomigen “Possessor Of You” und dem ausdauernd tobenden “The Power”. Anders als bei seinen vorherigen Bands Final Axe und Titanic, wo Keith Miles gesungen hat, übernimmt nun Menchen selbst diese Aufgabe und liefert eine überzeugende Darbietung ab, die zuweilen Richtung Ozzy deutet. Als Gitarrist nutzt er die Gelegenheit natürlich, das Album zu seiner persönlichen Gitarrenlehrstunde zu machen und das ist eine verdammt gute Sache. “Christ Died” zeigt sein Spiel von einer sehr feurigen Seite, während er am Ende von “Enthroned” und “Eyes In The Skies” mit schön viel Zerre so richtig abgeht. Die Leadharmonien, welche “Heaven’s Gate” und “Human Sacrifice” ziert, lässt andererseits ein eher bluesiges Feeling aufkommen. Neben Bill Menchen finden wir eine talentierte Rhythmustruppe mit dem unverwüstlichen und wohlbekannten Robert Sweet von Stryper und Menchens langjährigem Partner bei Final Axe Rod Reasner am Bass. Sweet trat in letzter Zeit häufig als Leihmusiker in Erscheinung, steuerte seine uhrwerkmässige Präzision zum selbstbetitelten Debüt von Dbeality und Final Axe’s The Axe Of The Apostles bei. Nichts desto trotz lässt sich auch auf „The Seventh Power“ wieder sein Markenzeichen herauserkennen, die absolut exakte Darbietung, welche zusammen mit Reasners ständiger Präsenz bei den tiefen Tönen das Album solide im Boden verankert. Die glasklare Produktion erlaubt der grandiosen Energie der Band, sich als perfekte Mischung aus zermalmendem Riffing, pulsierendem Schlagzeug und pochenden Bassläufen zu entfalten. Das Album startet mit “Christ Died”, “Enthroned” und “Eyes In The Skies” sehr gut durch.Das packende “Christ Died” steigt sofort mit einem Schwall rumpelnder Rhythmusgitarren ein, Überfluß an robusten, mittelschnellen Impulsen zieht den Song voran, was einen vorläufigen Höhepunkt im hymnenhaften Refrain findet, der auf die Person Christus deutet. Ein feuriges Gitarrensolo schwankt danach über einer alles hinfortfegenden Instrumentalpassage. Ein großartiger Song mit einer ebenso kraftvollen Botschaft. Und so ist auch das beinahe lobpreisend erscheinende „Enthroned“ mit wirbelnden Gesangspassagen und herrlich synphonischem Einschlag. Die ganze Scheibe trieft nur so vor Leidenschaft und schon besessen zu nennender Hingabe. Gigantisch!

Robert Moskau

White Metal, feat. Stryper / Titanic Members

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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