SKELATOR – Agents of power CD

15,50

Herrlich, man fühlt sich gleich 30, nein, 32 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Die US Metaller SKELATOR, eine durchaus jungspündige Kapelle, hat sich auf dem neuesten Album „Agents of power“ noch einen Schritt weiter hinausgewagt, klingt eher nach britischem Altstahl zu Zeiten der neuen Welle dieser Musik, als nach den späteren US Powermetal Ergüssen ihrer direkten Vorfahren. Die Songs sind verspielt, der Klang ist herrlich roh, natürlich und schön dreckelig, die Passagen wechseln, die Melodien und gerade die Performance kommen von Herzen, allein die etwas größere Wucht manch eines Momentes zeigt dem Hörer, dass hier eine US Band, noch dazu eine aktuelle Truppe am Start ist. Um die Songs in ihrer erstklassigen Gesamtheit vollständig zu erfassen, ist beim ersten Durchlauf durchaus ein Zuhören nötig, dem dann, nach vollkommenem Einswerden des Fans mit der Musik, ein furioses Headbangen folgen wird. Und die wilden Jungs fetzen dazu auf den Instrumenten ab, als gäbe es kein Morgen mehr. Hier wird Heavy Metal zelebriert aus reiner Liebe zum Heavy Metal heraus. Aber das war bei SKELATOR stets gegeben. Die Leadgitarren dampfen regelrecht, so wenig zum Stillstand kommen sie. In langen Passagen reißen die Gitarristen die herrlichsten Melodiebögen oder schier explodierende Soli von ihren Hälsen. Aber auch ruhig und nachdenklich kann es werden, wenn SKELATOR zum Tanze aufspielen. Wenn sie balladesk in Erscheinung treten, so spricht aus ihnen eine große Sehnsucht und tiefe Liebe, sie berühren und betören in solchen Augenblicken, die sich durchaus weiter als bis zum schwermetallenen Tellerrand erstrecken. Was SKELATOR hier auf „Agents of power“ an balladeskem Material feilbieten, hat schon einen schweren 70er Einschlag und sollte jeden Fan von emotionsgeladener Musik begeistern. Der Clou ist, dass es der Song sich etwa nach drei Vierteln Spielzeit zu einem kräftigen, heroischen Epos entwickelt, der sich mit sehr viel Hymnenhaftigkeit in die Seele des Headbangers spielt. Ja, irgendwie haben SKELATOR einen sehr erzählenden Charakter auf diesem Album. Ich muss wohl nochmals die Vorgängerplatten anhören, damit ich mein Bild von der Band klarer und feinkörniger bekomme. Auf jeden Fall hat diese Gruppe Charakter und Stil, spielt direkt am Mainstream vorbei und sich damit ins Herz eines jeden gestandenen Metalfreundes. Der kauzige, helle Gesang bedarf sicherlich einiger Zeit des Anfreundens, aber der talentierte Frontscreamer ist ein charismatischer Kopf und prägt das positive Gesamtbild sehr deutlich. SKELATOR drücken hier die schiere Freude ihrerseits am Heavy Metal in großen musikalischen Gesten aus, die Einflüsse von altbritischem Heavy Metal und noch älterem britischem Folk beziehen und mit der Wucht des US Powermetals zu einer sehr standfesten Stahllegierung verarbeiten. Daumen hoch!
Sir Lord Doom

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Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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