SKYLARK (EDDIE ANTONINI) – When water became ice CD

15,50

Der Skylarkmainman auf Solopfaden. Eingeleitet wird seine Metalsynphonie von einem Spinettintro, basierend auf einem klassischen Werk. Danach schwingt sich eine Wahnsinnsmelodieorgie in himmlische Weiten. Klassikrock gab es in den 70ern, nun gibt es Klassikmetal mit wahrhaftig originalen Melodien. Wenn die Leute bei Hofe damals Metalfans gewesen wären (Louis XIV beim Headbangen, welch absurde, aber lustige Vorstellung), Eddi hätte ihr Zeremonienmeister sein müssen. Die Melodie des Openers ist recht schön, heldenhaft, nicht zu schmalzüberfrachtet. Die Klampfen sägen sich ebenfalls recht kräftig durch den Tastenbombast. Ich möchte fast behaupten, daß Eddi Antonini hier sogar seine Hauptband um Längen schlägt.

Rein von den Melodien her macht „When Water became Ice“ eine ganze Menge mehr her als „Dragon’s Secrets“. Eigentlich wollte ich ja mal über die ganzen Bombastmetaller schimpfen, da sie sich in schon beineahe inflationärer Anzahl auf uns stürzen, aber ich kann es angesichts solch furioser Alben einfach nicht tun. Hier spielen Klassik und Heavy Metal zusammen, als ob keine zweihundert Jaher zwischen ihnen liegen würden. Es ist Musik, die so leidenschaftlich, so lebensfroh ist, daß man einfach ausrasten und wie wild tanzen, headbangen und herumspringen muß. Ab und an lehnt man sich aber auch entspannt zurück und läßt die Melodien auf sich wirken, die so leichtfüßig wie ein Falter auf unseren Gemütern niedersinken. Da Eddi Antonini nicht nur Musiker, sondern auch noch Fan (auf dem Innencover sieht man ihn mit Iron Maiden – Shirt, außerdem wurde Helloweens „I want out“ gecovert) ist, wirkt sein Meisterwerk gleich doppelt symphatisch. Technisch gesehen läßt er nichts anbrennen, aber das war man ja shon von Skylark so gewohnt.

Im Bombastmetalbereich liegen die Italiener absolut vorn, da können nicht einmal die ach so tollen Stratovarious (sind aber okay) und Blind Guardian (überbewertet, früher waren sie geiler) mithalten, wenn Skylark oder Rhapsody zzum tanze aufspielen (im wahrsten Sinne des Wortes). Ob nun brachiale Gitarren oder sanftmütige Pianoparts, bei Eddi Antonini hat alles den ihm zustehenden Platz und wird gekonnt in Szene gesetzt. Symphonicspeedmetal at best!

Sir Lord Doom

Skylarks Keyboardplayer, Soloscheibe, incl. Time Machine Sänger!

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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