SLOUGH FEG – Hardworlder CD

15,50

Die keltischen Kalifornier von Slough Feg sind mit ihrem inzwischen fünften vollen Album, die erste EP zählen wir mal extra, wieder ein Garant für eigenständigen Heavy Metal mit starken 70er Einflüssen. Diese äußern sich unter anderem in dem Horslips Cover „Dearg doom“. Die Horselips waren eine seit den frühen 70ern sehr umtriebige irische Folk – und Progrockband, ob sie heuer noch aktiv sind weiß ich nicht zu sagen, aber möglich ist es schon. Kaum jemand aus der Metalszene dürfte diese Truppe kennen, umso cooler ist es, daß Mr. Scalzi und seine Mannen ihnen Tribut zollen. Hut ab. Aber es sind noch anderweitig starke Folkrockambitionen zu vernehmen. Slough Feg klingen hierbei durchaus hymnenhaft, nicht jedoch pathosüberfrachtet, wie das bei den meisten aktuellen Hymnenbands der Fall ist. Neben den Horselips covern sie dann zum Schluß der Scheibe noch Manilla Road, „Street jammer“, welches einen forschen, kraftvollen Hardrock mit sehr eigensinnigem Dreh präsentiert. Slough Feg sind auf dem gesamten Album erfrischend unmodern und gleichsam zeitlos, spielen, spielen und spielen nochmals, bis dem Zuhörer die Ohren klingeln vor lauter verhexter Riffs, die sich mit der Zeit als gigantische Ohrwürmer entpuppen. Ihr Spiel ist ebenso technisch brillant, wie losgelöst von allen Genredogmen, allen festgetrümmerten Strukturen, es sind wilde, leidenschaftliche Improvisationen, die jedoch zu keiner Sekunde ihre Linie verlieren. Viele Metalheads werden ihre Probleme damit haben, gerade die neue Generation. Keine tiefergestimmten Computergitarren, keine Nähmaschinenrhythmen und keine klebrig – zuckerigen Engelsmelodien. Hier gibt es bodenständigen Heavy Metal, der sich nicht verschließt, für den es nicht „true“ und „false“ zu geben scheint, der nicht auf ein Image, sondern nur auf die Musik ausgerichtet seine Magie verströmt. Die Songs sind nach „Traveller“ und „“Atavism“ wieder länger und verwinkelter, nicht jedoch frickelig. Eine lebendige Spielfreude geht von ihnen aus und sie packt auch den Hörer an sich. Schön sind die Stellen, wo zu den zurückhaltend rockenden E Gitarren eine akustische Klampfe stößt, sie begleitet und unter den doch härteren Riffs eine Atmosphäre sehr freundlicher Natur erschafft. So macht der Heavy Metal und Heavy Rock wieder Spaß. Power ja, unkontrollierte Aggressionen und sinnlose Klanggewalt nicht, dafür umso eindringlichere und betörendere Melodien. Eine der Topscheiben 2007.

Sir Lord Doom

Nicht vorrätig

Artikelnummer: 14593 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte