STARFIGHTERS – In flight movie & bonustracks CD

18,00

Oh schön, neuer Stoff aus Australien, unentdecktes Material der Tatts…halt…wieso England? Sind es also doch nicht Gary „Angry“ Anderson und seine Mannen, sondern ihr britisches, ungleich erfolgloseres Pendant, die Starfighters, die sich um den guten Steve Young, einen Cousin der berühmten AC/DC Brüder, gruppiert haben. Nun, was können diese damals noch jungen Herren wohl anderes bringen als uraustralischen Hardrock mit starker Boogeykeule? Eben! Gut, das hier ist ja schon das zweite Album und man hört hier einen leicht glammigen Einschlag heraus, der mich an die Saufköppe von Slade denken lässt. Die Umschreibung passt, Rose Tattoo meets Slade mit einem Schuß früher ZZ Top hier und da, alle drei in ihren saftigsten Tagen. War für die NWoBHM Freaks vielleicht ein wenig zu unmetallisch, aber aus heutiger Sicht immer noch absolut knallig und saucool. Steve Young rock hart und wie hart er rock, das sind packende, qualmende Killerriffs vor dem Herrn. Der Gesang ist schön dreckig und bluesig, dennoch melodisch und metallisch wütend. Hier stand tatsächlich eine stimmliche Bulldogge am Mikro. Der Mann hat Charisma, soviel steht fest. Meist geht es stampfend und unwiderstehlich groovend zu, schon hat dieser heiße Beat den Hörer gepackt und die furiosen Leadgitarren peitschen Dir den Hintern blutig. Einige etwas flottere Songs lockern das Album gekonnt auf. Es klingt einfach geil! Mag sein, daß Freunde obskurer Undergroundmetalklänge hier die Nase verächtlich rümpfen, aber dieser Powerrock zwischen Boogey -, Blues – und Southernelementen, nur eben deutlich energetischer und heavier inszeniert, holzt sehr hymnisch alles weg. Ja, wo sonst bei vergleichbaren Bands auch mal kitschige oder eben bieder muffige Stücke ihren Weg auf die Alben fanden, da knolzrocken die Starfighters mit immenser Frische und Leidenschaft das Haus. Neben den Handsome Beasts um den als unkaputtbar angesehenen und leider doch vorzeitig verstorbenen Garry Dalloway (RIP) sind es gerade die Starfighters, die in England die Fahne des Boogeymetals in die 80er getragen und inbrünstig verteidigt haben, wie man hier nur zu gut hört. Jeder Song hat Hitcharakter, ist zwar urtraditionell und wenig innovativ, aber dafür umso eindringlicher. Das ist eine der besten Scheiben in diesem Bereich, die je erschienen sind, trotz der alten ZZ Top, trotz Rose Tattoo, AC/DC und Blackfoot (die ja fast zeitgleich mit „Marauder“ ihr absolutes Meisterwerk unter die Leute pfefferten). Top Scheibe!

Sir Lord Doom

NWoBHM, Englands Antwort auf Rose Tattoo / Blackfoot / AC/DC

Nicht vorrätig

Artikelnummer: 12862 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

Zuletzt angesehene Produkte