THE LORD WEIRD SLOUGH FEG – Atavism CD

15,50

The Lord Weird Slough Feg sind auch mit ihrem vierten vollen Album, zählt man die Debüt EP mit sind es sogar fünf, wieder ein Garant für eigensinnigen Sound. Hardrock, Heavymetal, Doom, folkige Elemente, alles in sehr frei fließende Strukturen verpackt, die kompositorisch auf dem sehr befreiten und ungezwungenen 70s Heavyrock basieren, aber eindeutig im Metal stehen. So sag ich es Euch denn gleich, schnöde 4/4 Heavymetalsongs mit dem Charme der Einfachheit gibt es nicht. Dafür pure Dramatik, teifste Emotionen, wildeste Leidenschaft. So ist das Titelstück, zumindest dessen erster Teil, ein sehr intensives Akustikstück, dem ein heavyrockendes Instrumental vorausgeht. Oftmals hab ich den Eindruck, als wäre das ganze Album nur eine einzige Suite, ein ultralanger Song mit verschiedenen Unterteilungen. Jedes Stück baut auf dem Vorgänger auf, jedes Stück wirkt wie eine andere Passage einer Gesamtkomposition. Da gibt es gemächlich fließenden Epic Heavymetal, dann einen Song, bei dem der Bass sehr im Vordergrund steht und packende Melodien um den beherrschenden Gesang herumspinnt, dann wieder kommt an anderer Stelle ein Heavyboogey, der sich echt gewaschen hat, Soli, die nie zu enden scheinen und die Seele in Brand stecken. Das alles sind eigenständige Songs, ja, so schräg es sich auch anhört. Aber sie gehören doch zu einem größeren Werk. Ein Freund wagte es, diese Slough Feg Scheibe als „fast zu normal“ zu kategorisieren, ich sage nur, daß er sich noch wundern wird. In ein paar Tagen explodiert ihm der Kopf. Slough Feg haben es übrigens geschafft, selbst im Digitalzeitalter einen Sound zu erzeugen, der einerseits glasklar ist, jedes Instrument gut hervorhebt und doch so voller Leben und Magie steckt, voller Wärme, wie man es von handgemachter Musik einfach erwartet. Also Scheiß auf die ganzen heutigen „Powermetalbands“, die sich im Triggerwahn selbst ihrer stählernen Kraft beraubt haben, Slough Feg machen es richtig. Auch spielerisch sind Slough Feg nicht zu bremsen. Warum sich auf diese ultralangweiligen 4/4 Nähmachinen Rhythmen oder noch die noch schlimmeren Morse Code Läufe stürzen, die den heutigen Metal so schlecht werden lassen. Peitschende Beats, wilde Ritte über die Toms, mal ein treibender, aber schwingender 4/4, tänzelnde Momente, darauf aufbauend furiose Riffs und Leads, ineinander verflochten und zwar so geschickt, daß man selbst bei den grandiosesten Passagenwechseln als Hörer nicht ins Schleudern gerät. Der irrste Song steht am Ende, der zweite Teil des Titelstücks, eine metallische Eruption mit wahnsinnigen Breaks und einer mörderischen Melodie. Und ganz abrupt ended mit dem Song dieses Album, hinterlässt einen vollkommen paralysierten und verwirrten Hörer. 2004 hat „Defender of the crown“ gesehen, 2005 sieht „Atavism“. Slough Feg haben noch eines auf den Wahnsinn der letztjährigen Brocas Helm Scheibe draufgesetzt! Hallelujah!

Sir Lord Doom

Nicht vorrätig

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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