WITCHCRAFT – Firewood CD

15,50

Witchcraft sind in Orebro, Schweden beheimatet. Schwedens Hardrock-Szene ist im Kommen begriffen und Witchcraft werden ihr mit Sicherheit einen weiteren Schub Frische und Energie verpassen. Die junge Band hat zwar schon vor Jahresfrist ihr Debüt veröffentlicht, doch „Firewood“ besitzt immer noch genügend Frische, Spontanität und einen naiv nostalgischen Charme, dass es glatt als ihr Erstling durchgehen könnte. Magnus Pelander (voc), Jonas Arnesén (dr), John Hoyles (g) und Ola Henriksson (b) sind voll auf den 70er Heavysound eingeschworen, wobei Black Sabbath, Jethro Tull, die Rolling Stones und schwedische Heavyrocker wie November, dazu dann die US Kultdoomer Pentagram eine große Rolle bei den Einflüssen bekommen. WITCHCRAFT sind erfrischend altbacken, allein der organische, fette Klang, der die differenzierten, recht komplexen und vielschichtigen Songs direkt und klar ins Ohr bringt, lässt das Album meilenweit aus der Masse an glattpoliertem Digitalschrott herausstechen. Meist sind Witchcraft mit ihren Songs an der 3 bis 4 Minuten Marke, wenn diese dann ein gelungenes Ende finden, ausgedehnte Instrumentalschlachten kann man da zwar vergessen, aber umso eindringlicher wirken und sich rasch in den Neuronenbahnen festschrauben. Magnus ist dabei kein tumber Ozzy Verschnitt, wie es viele Genrekollegen zu sein pflegen, er hat eine helle, fast noch unschuldig klingende Jungmännerstimme in mittleren bis leicht erhöhten Lagen, zwar mit einem leicht rauhen Ton, doch immer eigentlich klar und sehr charaktervoll. Die Gitarre könnte durchaus mehr Druck machen für eine dem Doom verwandte Band, sie ist nicht voll aufgedreht, nur angezerrt und gebremst heavy, doch es gibt gut platzierte, prägnante, jedoch nicht im Sinne der alten Vorbilde besonders ausladende Gitarrensoli, Bass und Schlagzeug rocken . Musik für Leute mit rauschendem Bart und langen Haaren ist es trotzdem irgendwie, keine Spur stonerig dumpf, dafür sind die Melodien zu üppig, wenngleich auch außergewöhnlich, so daß man lange Zeit seine helle Freude daran haben wird. Den aktuellen Trends in der Rockmusik setzen Witchcraft eine immense Leidenschaft, Spielfreude und inspirierte Herangehensweise entgegen, spinnen uns in spirituelle Cocons aus kleinen Harmonien ein, bis wir ihrer Musik vollends verfallen sind. Der Sound ist im Gegensatz zur Debütscheibe, das muß ich hier noch mal anbringen, wesentlich voller und klarer, doch ganz und gar nicht unnatürlicher. Als kleines Bonusschmankerl gibt es für die Die Hards noch eine Pentagram Coverversion „When the screams come“ als Hiddden Track ca. 5 Minuten nach dem letzten offiziellen Song, nicht verkehrt, wenngleich sehr eigenwillig interpretiert. Witchcraft sind mit Sicherheit nicht die heavieste Band auf dem Planeten, aber sie gehören zum Kreis der mitreißendsten Rocktruppen dieser Tage, da sie den originalen Geist der ursprünglichen Musik auch 35 Jahre später noch sehr entschlossen vertreten. Einfallslosigkeit kann man ihnen nicht vorwerfen. Das wäre doch was für ein kultiges Retrofestival mit Truppen wie Falcon (USA, ex Destiniy’s End, Ex Cirith Ungol,), Ogre (USA), Wicked Minds (Italien), Orange Sunshine (NL) und Burning Saviours, die allesamt kaum als aktuelle Bands zu erkennen sind.

Sir Lord Doom

Schwedischer 70s style Hardrock, Black Sabbath meets Jethro Tull, Pentagram Cover

Artikelnummer: 13846 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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