ZARPA – El yunque contra el martillo & bonustracks CD

15,50

Ein neues Album aus dem Hause Zarpa. Ich kenne im Grunde ihr Debüt von 1978, welches erdigen, sehr wilden Heavyrock in bester Budgie – und Black Sabbath – Tradition bot. 29 Jahre und diverse mir nicht so geläufige Alben später hat man sich dem ganz traditionellen Heavy Metal verschrieben, welcher mit typisch spanischem Temperament versehen die gesamte Bandbreite von schnellen Fetzern über schmachtende Melancholiebolzen bishin zu Bangern in epischen Formaten auffährt und das Genre zwar nicht revolutioniert, dennoch aber gut betankt, damit auch 30 Jahre nach Alben wie „Rock City“ und „Sin after sin“ der einzige und echte Metal die Nackenmuskulatur in Schwung hält. Headbangen lässt sich zu den ebenso wuchtigen wie hochmelodischen Krachern hervorragend. Der Gesang ist melodiös und doch schön angerauht und charismatisch, die Songstrukturen von Eingängigkeit und Tiefgang geprägt. Vielerorts finden sich tonnenschwere Orgelriffs im Hintergrund, während die Leadgitarre furiose Harmonien zaubert. Es ist in unseren Tagen nur noch schwer vorstellbar, daß eine Metalband melodisch und zugleich unglaublich heavy sein kann, dazu einfach eigenständig klingt, trotz urtraditioneller Herangehensweise an die Musik, aber bei Zarpa ist es so. Die Klampfen fackeln neben den typisch galloppierenden Rhythmen hervorragende Melodiebögen ab, in Verbund mit der schön mahlenden Hammondorgel, die nie zu aufdringlich eingesetzt wird, entsteht so eine komplexe Struktur, die es durchaus in sich hat und einläd, tiefer in die Songs einzutauchen. Der Gesang mag nicht von einem großartigen Techniker stammen, Operngejaule bleibt also außen vor, aber der starke Charakter des Vokalisten und seine leidenschaftliche Art wiegen schwerer als alle Perfektion und, mit Verlaub, er trifft jeden Ton auf den Punkt genau. Hier und dort geraten Zarpa ins Schwelgen, da werden die Solopassagen in der Songmitte auch gerne etwas ausführlicher abgehandelt, ohne daß man das jeweilige Stück dabei zu Tode dudelt. Der Klampfenfraktion von Zarpa entströmt Magie aus den Handgelenken, anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Texte sind nun in der Landessprache gehalten, was bei Westmetallern ja seit Tierra Santa und Mägo de Oz kein Problem mehr sein dürfte. Wer dennoch keinen Bock drauf hat, wird eine der grandiosesten HEAVY METAL Scheiben der letzten Jahre verpassen und seine spirituelle Armut durch Scheuklappenbestückung unter Beweis stellen. Zarpa sind gut für Fans von melodiösem Ostmetal der Marke Ceti, Aria, Ossian, Lord und Pokolgep geeignet, ziehen jeden Metaller mit Rootsbewußtsein in ihren Bann. Hier werden noch Songs geschrieben, die sich für die Ewigkeit prädestinieren, hier gibt es nicht „true“ oder „false“, nicht „power“, „epic“ oder sonstige Schubladenverteilung, hier regiert die stählerne Axt. Kann es sein, daß der internationale Metal stärker denn je ist und mit seiner immensen Lebensfreude den ganzen Aggrokapellen mit ihren beschissen aussehenden, uniformen Emotypen die Faust tief in die Magenkuhle rammt? Ha! Auf jeden Fall! Zarpa können es locker mit den besten klassischen Heavybands wie MSG, Rainbow, Judas Priest und Black Sabbath zu ihren Dio – Zeiten aufnehmen. Keine Tricks, einfach nur echte, zeitlos gute Musik. Die drei Bonustracks stellen sich als astreine Liveaufnahmen da, die Zarpa von ihrer Schokoladenseite präsentieren. Spielerisch entfesselt und kontrolliert zugleich, emotionsgeladen, technisch erhaben und ohne Drang zur Instrumentalonanie. Das nenn ich METAL!

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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