CHARIOT – Behind the wire CD

15,50

Ist ja irre, wer alles wieder aus den Löchern gekrochen kommt. Chariot hatten 1984 und 1986 jeweils ein gutes, wenngleich nicht herausragendes Album veröffentlicht. Vor einiger Zeit kam dann noch eine Compilation mit unveröffentlichtem Material, eine Doppel CD mit gleich zwei Alben voller schöner Metalsongs, die auch noch aus der Frühphase der Band stammten. Nun, man hielt die Band dennoch für Vergangenheit. Aber nein, sie leben und das nicht zu knapp. „Behind the wire“ nennt sich ihr drittes reguläres Studioalbum und bietet rauhen, erdigen Heavy Metal urtypisch britischer Prägung. Auffallend sind die vielen ruhigen, sehr melancholischen Momente, die sehr harmonisch mit der metallischeren Seite der Band in Einklang stehen. Sehr traditionsbewußt, wie Chariot sich hier geben, bodenständig mit dem Blues im Herzen und Feuer im Arsch. Epicmetal haben sie vor zwanzig Jahren schon nicht gespielt, das tun sie heuer noch viel weniger. Sie sollten denen gefallen, die schon die aktuellen Werke von Fist oder den Handsome Beasts zu schätzen wissen. Spielerisch geht die Scheibe als gelungen durch, keine Frage, die Band beherrscht ihr Handwerk mit solider Leichtigkeit. Immer wieder werden schöne Harmonyleads oder wild blitzende Soli in die Stücke eingeflochten, schenken ihnen ein noch kräftigeres Aroma. So ist die Scheibe nicht ultimativ spektakulär zu nennen, hebt sich aber von den ganzen fürchterlich nervenden Trällerbands, gerade diesen supergehypten Landsleuten, die bei mir immer das Bild eines feuerspeienden Schuppentieres mit Blähungen aufkommen lassen, in angenehmer Art und Weise ab. Innovativ sind sie nicht, dafür haben sie einen charakterstarken Sänger dabei und somit ihre markanten Punkte, an denen man sie von anderen Bands unterscheiden kann. Alles in allem guter Stoff für Liebhaber traditionellen Metals.

Sir Lord Doom

NWoBHM Comeback

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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