EDGECRUSHER – Forever failure CD

12,00

EDGECRUSHER, wer denkt da nicht gleich an Fear Factory , wobei man musikalisch nicht sagen kann, ob oder in wieweit die Amis bei der Bandgründung dieses Fünfers aus Konstanz Pate standen. Eigentlich haben EDGECRUSHER stilistisch sogar überhaupt nichts mit Burton C. Bell & Co. zu tun, sondern zocken einen gepflegten, donnernden Thrash Metal mit vielen melodischen, getragenen Passagen und einem rauhen, tiefen, aber immer halb gesungenen Stimmeinsatz versehen. Will sagen, daß es auf dem ersten Album heftigen, melodiebetonten Stoff zu hören gibt, der durch knallharte Drums und fette, tiefer gelegte Riffs und eingängige Leads zu beeindrucken weiß. Die Songs sind im Grunde straight und eingängig gehalten, haben sogar mörderische Mitgröhlrefrains am Start, wirken aber durch geschickt eingefügte Breaks, Tempovariationen und ruhigere Parts keineswegs simpel, was sich besonders beim Titeltrack sehr positiv bemerkbar macht. Spielerisch ist das Ganze ebenfalls recht kompetent inszeniert worden. Durch den tiefen, stellenweise growligen Gesang von Mainman Igor Panic haben die Stücke eine massive Schlagseite gen Stockholm Death Metal bekommen. Diese Richtung sollte die Band allerdings auch beibehalten, denn hier entwickelt Igor eine Menge Charisma. Seine klaren Gesangsparts sind nicht zu verachten, dennoch aber verzichtbar. Er weiß schon Melodien und Harmonien in seine Growls zu integrieren. Aber das ist nicht alles. Gnadenlos alles in Grund und Boden grollende Thrashmetalriffs schrubben Dir die letzten Hautfetzen von der Wirbelsäule und entpuppen sich sogar als echte Ohrwürmer. Trotz der wuchtigen, glasklaren Produktion regiert hier die Leidenschaft der wilden 80er und noch wilderen frühen 90er, wo der extreme Metal zumindest noch METAL war. Der gute alte Thrashsound übernimmt auf diesem Album auch die Führung der Songs, sämtliche noch extremeren Momente sind nurmehr geschickt platzierte Farbtupfer. Vielleicht sind Death ab der „Spiritual Healing“ LP ein Vergleichspunkt, nicht zu straight, aber auch nicht zu verfrickelt, immer schön brutal und melodiebetont zugleich. Ich denke, daß diese Band sicherlich noch eine Menge reißen kann, wenn man sie denn lässt. Trendfrei, zeitlos, einprägsam und voller Leidenschaft für richtigen, wenn auch heftigeren Metal.

Robert Moskau

Technisch – melodischer Death / Thrash a la Death

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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