ELIXIR – All hallows eve CD

12,00

Die NWoBHM schlägt zurück. Man kann es nicht anders beschreiben. Eine gewaltige Horde Herren um die 50 begibt sich zurück auf die Bühne und veröffentlicht Alben, die es massiv in sich haben. So SPARTAN WARRIOR und so auch ELIXIR, welche bereits in den letzten Jahren live und auf Scheibe wieder verstärkt von sich reden machten und mit „All hallows eve“ eine saustarke CD auf den Markt bringen, die sich deutlich den Wurzeln zuwendet. Geboten wird hier klassischer britischer Heavy Metal mit dampfenden Gitarrensoli auf straighten, eindringlichen Riffs, mit angerautem, mittelhohem Gesang, der immer eine gute Melodie auf die Gitarren zu legen weiss und mit bodenständigen, von allem Nonsens befreiten Rhythmen, die dem Song an sich stets ein fest tragendes Fundament zaubern. Die ELIXIR Band ist damit sicherlich allen Innovationen davongelaufen, doch zieht sie hier einen eigenen Stiefel durch, der jedem Fan schön wuchtigen Heavy Metals mit deutlich rockender Ausrichtung, also typischer Britenware der 80er, die Rübe vom Hals fräsen sollte. ELIXIR zeigen es mit ihren erdigen Hymnen den ganzen Jungspunden, die sich da oft so einfallslos bei den Altvorderen bedienen und in ganz großen Notsituationen noch mal hier und da ein melodiebefreites Standardstakkato einfügen. ELIXIR hingegen malen Bilder mit ihren Stücken, gerade mit dem über vierzehnminütigen NWoBHM Epos „Samhain“, welches von heidnischen Traditionen handelt und mit wunderschönen Doppelleadgitarren im typisch britischen Stil, sowie ganz besonders emotionsgeladenem Gesang die Sinne betört. Dagegen ist der Opener und Titelsong eher treibend und kräftig mit straighten Harmonien, die sich rasch in den Ohren festsetzen, sich aber nur schwerlich wieder aus der Seele entfernen lassen. ELIXIR haben hier ein Album geschmiedet, welches dem klassischen Britensound frönt und zwischen 1980 und 82 schon hätte erschienen sein können. Ein Mix aus BLACK SABBATH, HOLOCAUST, MORE, QUARTZ, SAMSON und SAXON, so würde ich es mal klassifizieren. Mit vielen wunderschönen, nahezu episch zu nennenden Gitarrenmelodien, wie im Mittelteil von „The pagan queen“, kurz vor dem ekstatischen Solopart. Abgeflogen, einzigartig. Ein cooler melodischer Hardrock wie „Daughters of the moon“ hat trotz seiner Ausrichtung eine unheimlich intensive Gitarrenarbeit mit bleischweren Riffs in bester Tradition und ein paar erdverbundene klassische Hardrockpassagen zur besseren Verdauung anzubieten. Egal wohin man hier auch seine Lauscher ausstreckt, die Scheibe ist randvoll mit kleinen Geilheiten und die ehrliche, warme Produktion, bei der die Band auch nach Band klingt, rundet ein vollkommen trendbefreites, gefühlvoll inszeniertes Zaubermetalalbum ab.

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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