EXEKRATOR – Ordo bestiae CD

15,50

Die dänische Horde von Irrsinnigen called Exekrator hat wieder zugelangt. Nach einer recht kultigen Single ist nun das erste Album der Band draußen, die eine gewagte, aber sehr inspirierte Mischung aus furiosem Power – und Speedmetal, sowie rasendem, eisigem Blackmetal spielt. Kann das gutgehen? Oh, fürwahr, fürwahr. Tanja, die eben noch neben mir saß und sich bei mir ausheulte, daß Kollege Jerome, den sie für einen wahrlich heißen Latinlover hält, sie nicht einmal mit seinem Gesäß eines Blickes würdigt und stattdessen Phil Sebastian meint, noch aus alten Kerrang Tagen mit soviel Sexappeal gesegnet zu sein, daß er jeden „Katzenträger“ in die Koje bekommt, rast in einem Anfall von sardonischem Zorn die Treppe hinauf, um den beiden Kollegen mal die Meinung zu geigen. Alles ein Resultat dieser vollkommen entfesselten Metalattacke aus Dänemark. Schrill, ja, der Gesang ist schrill, wie King Diamond auf Amphetaminen, ähnlich wie die Japaner Sabbath. Ganz aus dem Bauch heraus wird hier gequietscht und gekreischt, daß es eine wahre Freude ist. An jene japanischen Blackheavymetal Helden erinnert mich diese Chose auch recht stark. Für Liebhaber obskuren, ehrlichen Metals ist es auf jeden Fall ein Freudenfest. Natürlich sollten sich Freunde geradliniger Heavymetalsounds und Plüschmetalklänge vor dem Reinhören einen Sturzhelm aufsetzen, denn Exekrator schädeln vollkommen entfesselt drauflos. Diverse Gitarrenpassagen besitzen noch diesen eiskalten, klirrenden Ausdruck, den nordisches Schwarzmetall eigentlich haben sollte, werden aber von verspielteren Parts mit tollen Harmonien zurückgeholt in weniger brachiale Bereiche. Die Band ist übrigens nicht wirklich straight, die Passagenwechsel kommen schnell und oft unverhofft, viele Breaks und Brücken lassen selbst mich als Kauzmetal geeichten Headbanger atemlos und schwindelig zurück. Nein, einfache Musik ist das nicht, aber sie ist beseelt und steckt voller Leidenschaft. Der Sound ist lebendig und bodenständig, man könnte auch boshaft „rumpelig“ sagen, aber so muß es sein. So bekommt man die Band und nur die reine Band, keine digitalen Tricksereien, keine Nachbearbeitungen. Exekrator können durchaus auch in derbes Geballere ausbrechen, aber sie deuten dies eher an, bleiben in Bereichen, die man dem Thrash zurechnen könnte. Die Atmosphäre dieser Scheibe ist infernalisch, ein Brodeln und Bersten, immer jedoch eisig und vom Tode gezeichnet, wie die kargsten Landschaften von Inseln im Nordpolarmeer. Es ist sicher nicht leicht, sich hier durchzuhören, aber wer auf wilden Thrashmetal mit verspielterer Ausrichtung kann, der auch noch ganz klassische Heavy Metal Elemente in sich birgt, der sollte sich nicht lange bitten lassen. Mainstream ist das hier lange nicht. Vom Feeling her ist das hier bei uralten Kreator – und Sodomplatten, nur nicht durchgehend so derbe thrashig. Kultig? Eigenwillig? Wie auch immer, es ist GEIL!

Blackthrash a la Sabbath (JAP)

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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