FLESH ENGINE – Walking the aether CD

15,50

Hui, sieht das aber finster aus. Freunde des schweren Metalls, sorget Euch nicht, das hier ist der echte Stoff, wirklicher Powermetal mit einem leichten Hauch von Thrash. Das grobe oder gar technisch zu versierte Geballere, welches uns das Cover assoziieren möchte, bleibt gänzlich aussen vor. Ich höre kräftige Riffs mit Wucht und Wiedererkennungswert, einen rauen Gesang in mittleren bis etwas tieferen Lagen, welcher dem Begriff „Gesang“ aber durchaus stets gerecht wird und wogende, donnernde Rhythmen, die Deine Sinne aufpeitschen, als würde ein beliebiger Ozean von einem fürchterlichen Sturm gebeutelt. FLESH ENGINE sind eine dieser Bands an der Grenze zum Thrashmetal, die eine ganz eigene Vision von Powermetal zur Manifestation bringen und dabei mit einer unmöglichen Lockerheit tolle, mitreißende Musik aus dem Ärmel schütteln, die sich in den Herzen der Metalheads festfrisst, bei jedem Anhören automatisch ihre Seelen in Brand steckt und die Fäuste zur stolzen Pose in die Höhe treibt, aber weitestgehend frei von Klischees bleibt. Gruppen wie OVERKILL und TESTAMENT hatten gut zwanzig Jahre zurück solche Stücke, vielleicht noch mit mehr Geschwindigkeit und thrashiger Wut darin, in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren sind mir Bands wie SILENCER untergekommen, welche die Grauzone (auch ohne Eisbär) zwischen den eingangs erwähnten Metalgenres mit Leben und Farben erfüllten. WARGASM waren zu ihren Urzeiten auch eine derartig gute Band, MELIAH RAGE sind es nach wie vor. FLESH ENGINE wird das Namedropping herzlich wenig kümmern, sie folgen ihrer Vision und spielen ihren Powerthrash mit Leidenschaft und Inspiration im Herzen. Technisch versiert sind sie, kreativ sind sie ebenfalls. Der Sound ist schön heavy und lebendig, gibt den einzelnen Instrumenten den Raum zur Entfaltung und lässt den Song an sich atmen. So wachsen majestätische Powermetalhymnen aus den sägenden Riffs und zermalmenden Rhythmen und durchdringen Deine Seele, während Du Dir die Rübe beim Headbangen abschraubst. Einen erzählenden, bildhaften Aspekt hat die Musik von FLESH ENGINE ebenfalls, man mag es fast episch nennen, wobei sich die Songlängen im Rahmen halten. Wem zuletzt die ex XENTRIX mit dem neuen Namen HELLFIGHTER gefallen haben, dem laufen sicher auch diese überschweren Metalbrecher aus der Feder von FLESH ENGINE rein.

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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