JACOBS DREAM – First CD

15,50

Mit einer schönen Melodie beginnt diese kultige Eigenpressung aus den Staaten. Ich kann nicht genau sagen, an wen sie mich erinnert. Das Coverartwork ist jedoch schon so genial untergrundig gehalten, daß es eigentlich Appetit auf eine Vinylveröffentlichung machen sollte. Falls das jemals geschieht, dann bitte ich um ein Klappcover. „Wisdom“ nennt sich die schöne Halbballade, die den Reigen eröffnet. Geigen sind zu vernehmen, Keyboards ebenfalls, der Sänger ertrinkt fast in seiner Leidenschaft und die Gitarren singen eine wunderbare Melodie. „The Jewel“ ist dann Heavy Metal in seiner mitreißensden Form. Eine tolle mystische Melodie, wilde Gitarrenleads, eine Sirene am Mikro, allein das müßte Euch doch schon den Sabber in die Lefzen treiben.

Wer eine Band in Richtung uralte Queensryche, Titan Force oder Hanker mag, der ist nun aufgerufen zuerst in meinem Review zu versinken und dann seine letzten Kröten in dieses Juwel (da behält der Songtitel recht) zu investieren.

Hinreißend, genial, wundervoll, die Melodicmetalentdeckung der letzten zwölf Monate. Wer braucht noch ach so progressive Loserkombos wie Queensryche oder Fates Warning, die mit ihren neuesten Alben Massen an Metalfans in den Freitod treiben. Ich halte mich lieber an die CD von Jacobs Dream. Huch! Soviel Power hätte ich den Amis gar nicht zugetraut. Nun kommen auch noch Vergleichsmöglichkeiten mit Sanctuary in Frage. Man sollte allerdings nicht wieder den Fehler begehen, diese Band als uneigenständige Kopie abzutun. Sie spielen die gleiche Musik wie alle genannten Kombos, doch tun sie das auf ihre Weise! „The Violent Truth“ würde sich jedenfalls gut auf einem alten Metal Massacre – Sampler machen oder auf einer LP von Sanctuary, Jag Panzer oder den ganz alten Savatage. „Sarah Williams“? Wer ist denn jene Dame bitteschön? Die Tante von Danny Williams (Hawaii 5 – 0, loch ihn ein , Danno!) hieß so, aber ich glaube, daß es sich bei jener Sarah um eine andere handelt. Der dazugehörige Song ist eine traumhaft schöne Ballade, die sich in ihrer Größe sogar bis zum Ende noch steigert. Es raubt mir fast die Sinne, wie kommt eine solche Schönheit nur zustande? Sind Jacobs Dream letzten Endes sogar Gesandte des Herren? Wer weiß das schon zu beantworten?

Ultrahart geht es dann weiter mit „Rape of Innocence“, dachte ich. Das Anfangsriff war wohl nur eine Täuschung, der Song ist dann allerdings keine Enttäuschung, da er doch von überragender Qualität ist. Im weiteren Verlauf kommt dann endlich die Geschwindigkeit und Härte, von der ich schon am Anfang dachte, sie würde gleich erscheinen. Man muß es ihnen lassen, abwechslungsreiche Songs schreiben können sie. Und richtig krachen lassen sie es auch gerne. Noch ein Pluspunkt. Der Text handelt hierbei von einer verlorenen Liebe, von einer tiefen Enttäuschung und von Rachegedanken. Ich kann das ja so genial nachvollziehen! Und nochmals kommt die Fähigkeit der Jungs, mitreißendste Melodien zu schreiben, voll zum Tragen. „The Outer Realm “ ist ein Melodicfetzer, der auch mal in heftigere Regionen eintaucht. Ein schöner Rausschmeißer, der Hunger auf mehr macht. Auf viel mehr. Ein Album ist uns von dieser Band einfach nicht genug.

Sir Lord Dream

rar!

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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