NEOCRACY – Red circles CD

12,00

Mit NEOCRACY haben wir es mit einer noch recht jugendlich frischen Gruppe aus Halle an der Saale zu tun, die gerade ihr Debüt „Red Circles“ in Eigenregie veröffentlicht hat und gleichzeitig auch ihr erstes Lebenszeichen von sich gibt. Ein Debüt, das es wirklich in sich hat, mal leicht thrashig, dann wieder eher heavy und bisweilen auch mal progressiv, experimentell, ja wirklich erprobungsfreudig ausfällt, nie aber in Konfusion verläuft. So eröffnet „Just a Dream“ mit einem angethrashten Riff den farbenprächtigen Reigen und gibt sich mit einigen Anleihen aus straightem Heavy Metal und eingängig – hymnischem Hard Rock recht geradlinig, wobei der Refrain mit seinen zurückhaltenden, aber inbrünstigen Melodien auffällt, der einen erst nach mehrmaligem Hören so richtig killt, dann aber nicht mehr aus dem Sinn geht. Bei „King“ versucht man sich dann schon an etwas ausgefalleneren Strukturen mit die flotten Strophenteilen die in eine energetische Richtung gehen, und gegenan gestellten weicheren und getrageneren Passagen, die als bezaubernder Kontrast sehr mitreißend in Szene gesetzt werden. Gerade sie sind gelungen und können vor allem mit der gefühlvollen Melodieführung beim klaren Gesang fett punkten. „Die Sinner, Die!“ rangiert dann zwischen rollenden von Doublebass und schreddernden Riffs getriebenen Strophen und mittelschnell tänzelnden Refrains, deren eigenwillige Melodik eine tiefe Melancholie entfacht. „Red Circles“ bringt das Schlachtschiff dann mit perfekt zusammenlaufenden akustischen Rhythmus- und Leadgitarren direkt auf Kurs gen Klassiker, auch wenn der Gesang hier mit Metal an sich kaum etwas zu tun hat, zumindest am Anfang nicht, sondern immer etwas folkig wirkt. Sehr eigenwillig und schön. In den Arrangements verstecken sich betörende Harmonien, die von einer elektrischen Gitarre zu sein scheinen. Wiederum in Melancholie schwelgende Hardrockeinlagen mit durchdringendem Refrain schießen Dich dann gänzlich ab. Bei „Neocracy“ muss ich in Sachen Riffs und rauhem Gesang schon fast an Thrashmetal denken, diese verwinkelten Passagen gelingen sehr, sehr gut, der Refrain ist flotter und thrashiger, hat was von MEGADETH, das Solo eher entspannter Hardrock mit 70er Flair, sphärische Enden mit melodischem Gesang bei den vertrackt thrashenden Strophen sorgen für Spannung. „Addicted“ ist wieder weniger brachial als das Titelstück, sehr emotionsgeladen, besonders wenn man mit einer Steigerung vom Akustischen und einem Übergang ins hart abrockende, dennoch melodiereiche Elektrische die Sinne kitzelt. NEOCRACY setzen auf Kreativität und wollen sich einfach in kein Korsett zwängen lassen. Das ist definitiv sehr gut und man wird sich auch nicht quälen müssen, legt man die CD in den Player, hat man doch immer den roten Faden in Form einer packenden Struktur vor Ohren. Diese Band ist einfach sehr eigensinnig und doch hymnenhaft. Komplett untrendy, das Gespür für tödliche Riffs, intensive Leadgitarrenarbeit und furiose Melodien zu jeder Zeit im Totaleinsatz, machen sich NEOCRACY sicher in den Puristenlagern wenig Freunde, aber das scheint sie nicht zu kümmern. Hier fliessen MEGADETH, RUSH, BLACK SABBATH, NEW MODEL ARMY ohne Folk und diverse Einflüsse zu leidenschaftlich dahingespielter harter und progressiver Rockmusik zusammen. Ich find es geil!

Sir Lord Doom

Melodisch progressiver Heavyrock

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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