SICK-U-R – Zero hour CD

10,00

Geiler, vor Klischees triefender Teutonenstahl in bester 80er Tradition. Auch wenn es wohl Österreicher sind, aber die haben ja auch diverse Killerbands wie NO BROS, U8 und GALLOW’S POLE am Start gehabt. Guter, eigenwilliger Gesang rundet dieses gelungene Metalspektakel ab. Wer auf die DEJA VU CD, die neue UNREST und ähnlich old schoolige, melodische Metalgranaten abfliegt, kann hier nichts verkehrt machen. Innoviert wird hier natürlich nichts, aber das will man als Altmetaller ja auch nicht, oder? Allein der Name führt die Leute in die Irre. Und was die Leuchttürme auf dem Cover zu suchen haben, verstehe ich auch nicht. Keyboards gibbet hier zwar auch, aber hey, die bleiben gegenüber den krachenden Gitarren deutlich zurück und sorgen höchstens hier und da mal für ein wenig spaciges Fantasyfeeling, verwässern aber das Material nicht. Die Gitarren sind gut eingezimmert, haben immer schöne Leads und Harmonieläufe am Start, die gekonnt mit den straighten Riffs verwoben werden. Oh, SICK – U – R können auch mal ganz zornig mit aggressiveren Gitarren daherknolzen, aber sie verlassen ihre vertrauten altmetallischen Gefilde nicht, sondern begeben sich höchstens in Grenznähe. Neben der aktuellen NO BROS CD ein Highlight im traditionellen Bereich. Da können sich die ganzen modernen Kaspertruppen mit ihrem geleckten DigitAal Sound und ihren stromlinienförmigen Kompositionen eine große Scheibe abschneiden. Im Grunde ist das hier Ösimetal par Excellance, hat das typische Alpenfeeling. SICK – U – R besitzen einfach ein güldnes Händchen für schmissige Kompositionen, das sie mit ihren Bruderbands der 80er teilen. Ein wenig heroisch und pathetisch darf es auch zuweilen sein, wie das mitreißende „The eye and the angel“ unter Beweis stellt. Hier wird tief in den Heldenstahlklischees gewühlt, aber das mit Stil. Balladeske Passagen und wild explodierende Metaleruptionen werden verbunden, bekommen einen absolute peitschenden Rhythmus untergeschoben und fertig ist die Hymne. Das müssen MANOWAR erstmal nachmachen. Eine bombastische Halbballade mit echten Streichern und unaufdringlicher Melodieführung gibt es mit „Pawn of prophecy“ zu bestaunen. Ansonsten dominiert eingängiger Heavy Metal. Das Album hat Art!

Sir Lord Doom

Teutonenmetal

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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