RAVENSTHORN – Hauntings and possessions CD

5,00

Dieses Quartett aus Chicago hat sich dem klassischen US Powermetal verschrieben, der gerne zwischen geradlinigeren Headbangern und verwinkelterem Material pendelt, dabei aber immer eine klare Struktur und Linie behält. Spielerisch kann man auf der vorliegenden Scheibe keinen Grund zum Meckern vorfinden. Die jungen Herren zocken ihren Stoff mit immenser Leidenschaft herunter. Bass und Schlagzeug bilden ein solides Rhythmusfundament, welches auch gerne kleine Schnörkel offenbart und mit interessanten Figürchen zu glänzen weiß. Auf diesem Sockel thront mit stählerner Eleganz das Riffing. Heavy, melodiös, erbebend vor Spielfreude und erfüllt mit kraftvoll fließender Magie. Gitarrist Greg schrammt einen ungezähmten Akkord nach dem nächsten von seinem dampfenden Griffbrett, entfesselt einen brodelnden Klangstrom, der dem gebannt lauschenden Hörer entgegensprudelt. Die Krönung ist nun Sänger Bill, der früher bei den Undergroundmetallern Shadowlord (nicht die Südafrikaner) schon für Aufsehen sorgte und nun die perfekte Basis für seine Vocals gefunden hat, die gerne in hohen bis höchsten, nicht selten auch in mittleren Lagen die Sinne des Zuhörenden packen, sich in sie hineinfressen und ihn für ewig heimsuchen. Das ist Heavy Metal, so rein und inspiriert, man kann sich nicht daran satthören. Trotz der spielerischen Höchstleistungen der Band gibt es keine sinnlosen Frickeleien, statt dessen wird man von einem unzähmbaren Notensturm mitgerissen. Powermetal muß wie eine Armada viermotoriger Großbomber klingen, die gerade im Anflug auf Deinen Wohnort sind, diesen mit Tausenden und abertausenden von Tonnen Sprengstoff zu atomisieren und Ravensthorn treffen exakt diesen Punkt. Infernalisch, durchdringend infernalisch brennt sich ihr Metalsound durch die Gehörgänge bis tief in die Seele. Wo heuer zu viele vermeintliche Kameraden ins Lager der Industriellen übergewechselt sind, ist man über jede Band wie Ravensthorn doppelt so froh. So stehen Ravensthorn auch in vorderster Front, eingebunden in die geschickt gelegten Abwehrstellungen, den heranstürmenden Feind niederzumähen. Für jeden ziegenbärtigen Nu Metaller, der im gut gezielten Klangfeuer der Chicagoer Metalgangster verdientermaßen für immer liegen bleibt, gibt es zwei neue entmenschlichte Gestalten, die geifernd und brüllend diese Lücke schließen, doch man sollte nicht aufgeben, sollten noch so viele Mitstreiter zusammenbrechen. Wo Judas Priest als Verräter nur darauf warten, ihre Bastion an den Gegner zu übergeben, wo Spirit Web oder Omen bereits ausgeblutet und des Kampfes müde ihre Stellungen halten, da kommt eine Band wie Ravensthorn gerade rechtzeitig, die Stützpunkkette zu stabilisieren und vielleicht sogar den echten Metal wieder in die Offensive zu kriegen. Und da eilen schon Hanker als Unterstützung heran, hier schieben sich Battleroar gen HKL vor, Wotan übernehmen die linke Flanke und RAM marschieren lauthals singend herbei. Es geht doch! Und wenn sich dann im Oktober noch der Rottweiller bissig genug zeigt, werden die Zeichen wieder auf Sturm stehen und des trendigen Mannes Fahnen bald nicht mehr stolz im Winde flattern. Sir Lord Doom

Power pur, Hellion Records

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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