TIERRA SANTA – Caminos de fuego CD

15,50

Oh yeah, ich wähnte TIERRA SANTA schon kaputt im Rockerhimmel, da man seit einigen Jahren so gar nicht mehr viel von ihnen zu hören bekam, da brummen sie mir das stärkste Material seit 2001, seit „Sangre de reyes“ entgegen(auch wenn „Indomable“ (2003), „Apocalipsis“ (2004) und „Mejor morir en pie“ (2006) wirklich gelungene Alben sind) und ich werde von einer Woge frohlockender, heißblütiger Melodien auf kantig schweren Gitarren und kräftigen, oft treibenden Rhythmen reitend, hinfortgefegt. Höllengeil. Dabei sind sie sich selbst ganz besonders treu geblieben. Der leicht melancholische Einschlag in den Gesangslinien, welcher sich dennoch stets auf einen feurigen Flamencotanz mit der südeuropäischen Lebensfreude einlässt, die melodiefreundlichen Leadgitarren und die geradlinige, dennoch auf Tiefgang zielende Strukturierung der Songs, diese Trademarks sind nun seit dem 97er „Medieval“ Hammerwerk der Stoff aus dem die schwermetallenen Träume bestehen. Wollt Ihr eingängige Kompositionen? Ihr bekommt sie. Wollt Ihr Musik, die vor Leidenschaft dampft? Ihr bekommt sie. Wollt Ihr einen charismatischen Sänger, der Eure Herzen brennen lässt? Da habt Ihr ihn. Angel ist nach wie vor das Aushängeschild der Band, singt mit einer unermesslichen Herzlichkeit seine selbst für einen des Spanischen Unkundigen als nicht immer so leichtmütig erscheinenden Geschichten und wird von Musikern begleitet, die einerseits absolute Vollprofis in ihrem Fachbereich, andererseits fanatische Liebhaber krachender Rockmusik sind. TIERRA SANTA haben sich zur Aufgabe gemacht, die Ohren der Schwermetaller mit prächtigsten Hymnen zu füttern, bis ihre Sinne überkochen. Werden Vergleiche gezogen, so kommt man an den britischen Metalübervätern IRON MAIDEN nicht vorbei, die sicherlich zu einem gewissen Teil ihren Einfluss auf TIERRA SANTA beanspruchen dürfen (nennt mir aber nur einen Heavy Metal Vogel, der niemals eine IRON MAIDEN Scheibe zumindest angehört hat, nur einen…), aber sicher lange schon nicht mehr solch energiereiche, furiose Fetzer auf die Reihe bringen, wie es die Spanier hier getan haben. Das ist Musik mit eine unheimlichen emotionalen Kraft, die einem durch den ganzen Körper geht. Die Refrains, irgendwie sogar die Strophenmelodien, machen einen süchtig, erfüllen einen bis in den hintersten Winkel der Seele mit einer unglaublichen Vitalität. Sogar die etwas moderateren, melodischeren Rocksongs und Balladen, die es hier in der Tat gibt, haben eine ungeheure Ausstrahlung. Die Band spielt wie besessen, auch wenn sie gar nicht so wild umherflippt und ihre Stücke in recht enger Struktur hält. Die TIERRA SANTA Fans dieser Erde werden das Album mit inbrünstiger Gier verschlingen. Jedes Stück fährt einem sofort in die Glieder, die Rhythmik der Songs, das spanische Temperament, es ist beinahe hypnotisch, es verzaubert Dich. Man muss es nur geschickt anstellen und TIERRA SANTA werden ein, wenngleich auch kräftigerer, Tanzflächenfeger wie ihn vor zwanzig Jahren die HEROS DEL SELENCIO mit „Entre dos tierras“ hingelegt haben. Ach ja, mit nicht viel mehr als das. Bei ihren schwermetallenen Brüdern findet man doch mehr Substanz und Gewicht. Auch nach über fünfzehn Jahren in der verdammten Szene sind TIERRA SANTA noch mit einer Vollkommenheit dabei, dass mir die Tränen der Freude über die Wangen laufen wollen und ich halte sie sicherlich nicht auf. Für diejenigen, welchen dann noch technische Details fehlen, die CD ist gut einundvierzig Minuten lang, knackig wuchtig, transparent und doch sehr lebendig produziert, präsentiert eine gut geölte Band, die sich blind zu verstehen scheint. Wollt Ihr noch mehr? Vergesst den ganzen Trällermetal. Das hier ist heavy und melodisch! Und so absolut ehrlich, einfach echt. Ein Garant für eine wunderbare Zeit.

Sir Lord Doom

Hellion Records, ihr bestes Album bisher!

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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