THE BEAST – Last beastial incarnation LP

18,00

Hey, endlich wieder eine Amimetalband, die durchaus das Prädikat „KULT“ verdient. Eigenwilliger, kauziger Heavymetal mit deutlichem OI! – Punk Einschlag bei einigen Songs, sehr rau und eher europäisch geprägt, kann man sagen. Die Songs sind geradlinig konzipiert, packend arrangiert, kommen sehr einprägsam rüber. Leider ist das hier auch schon wieder uraltes Material, welches Cult Metal Classics aus Griechenland uns da kredenzen, aber immerhin bekommen wir es zu hören und können mal wieder sehen, wie fürchterlich mittelmässig doch die aktuelle Metalszene ist. Während heute pseudospektakuläre Symphobands ohne klangliche Power das Geschehen bestimmen, gab es damals, in den blühenden 80ern noch erdige, ehrlich klingende Bands, die aus dem Bauch heraus ihre treibenden Stücke spielten. Beast haben, wie schon erwähnt, ein sehr punkiges, wild entfesseltes Feeling, auch wenn sie kaum in speedige Gefilde abdriften. Die Klangqualität ist unterschiedlich, da es sich um verschiedene Aufnahmesessions, zum Teil Demo – und wohl auch Livestoff, handelt. Egal, gerade der kratzig – dreckige Sound ist bestens geeignet, die wahren Fähigkeiten der Band zu erkennen. Es wird gerne mal ein furioser Sololauf gestartet, der an wilder Leidenschaft kaum zu übertreffen ist. Die Stimme des Sängers ist mittelhoch, roh, ungeschliffen und frech, halbmelodisch, wenn man das so sagen möchte. Er hätte sich gut bei einer der damals aktuellen Speedbands gemacht. Stilistisch kann man Vergleiche zu Tank, Motörhead, langsameren Metallica ziehen, auch Misfits, für den Punkeinschlag, die Briten Satan in ihrer Frühphase oder Mythra als Heavymetalelemente dazu, fertig ist das Höllengebräu, doch das nur am Rande, denn Beast sind ungleich verspielter als die britischen Powerrocklegenden oder die Thrashpioniere, wohingegen bei den Powermetallern aus England die Sänger wesentlich gezügelter zuwerke gingen. Gefangene zu machen war nie ihr Ding. Sie spielen so emotionsgeladen, ungezügelt, erfüllt mit positiver Wut und Lebensfreude. RAWK, jawoll, das hier ist HEAVYMETALRAWK der feinsten Sorte. Scheiß auf den nicht hifitauglichen Sound, ungeschliffen kommt die Band am besten zur Geltung, so kann man hören, was in ihr steckt. Die Jungs waren sicherlich keine Spitzenleute an ihren Instrumenten, doch auch weit davon entfernt, wirklich primitiv zu sein. Mainstreammetallern (Metaller?!?) mit Hang zu neumodischem Melodpowermetal (Power?!?) wird das räudige Zeug hier nicht gefallen. Die Amis hört man der Band eigentlich nicht an, das hätte durchaus eine zum Metal bekehrte Ex Punk / OI! – Band aus dem vereinigten Königreich um 1982 gewesen sein können. Mit jedem Hördurchlauf entdeckt man übrigens mehr von den kleinen Feinheiten, die sehr packenden Leadgitarrenmelodien entfalten ihre volle Pracht, die donnernden und doch oft sehr durchdachten Bassläufe schälen sich heraus, die Songs fräsen sich regelrecht in Dein Gemüt ein. Die Band sticht aus der Masse der ganzen US Metalbands heraus wie ein entzündeter Daumen, yessir, das ist der wahre Geist des Metals. Die Stücke sind insgesamt gar nicht so unkomplex, wie man es denken mag, das Riffing durchdringt Dich, zerfleischt Dich. So ließe ich mir auch Stratovarius gefallen, muhahahaha. Absoluter TIP!

Sir Lord OI

die US Legende vom `Born to metalize`LP sampler, rotes Vinyl

Artikelnummer: 18476 Kategorien: , Schlüsselworte: ,

LP

Zusätzliche Information

Gewicht 0.300 kg
Marke

0, 1

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