NIGHTMARE – About to explode & poster LP

15,50

Aus der Drogenhochburg Medellin in Kolumbien kommt diese Heavy Metal Band mit einem klassischen, an die mittleren bis späten 80er erinnernden Album über den Atlantik geschippert. Einiges tönt hier recht bodenständig britisch, aber der kontinentaleuropäische Hang zu guten, ebenso packenden wie auch unaufdringlichen Melodien ist doch stets präsent. Und auch trotz der Abkehr von der Muttersprache bei den Texten haben NIGHTMARE ein ähnliches Flair wie so manche spanische Band der 80er oder eine Menge ihrer Kameraden aus Lateinamerika. Ihre Landsleute KRAKEN wären mit englischen Texten wohl in eine ähnliche Richtung gegangen. Ich weiss natürlich nicht, wie hart das Leben in Kolumbien wirklich ist, aber in Zeiten von verstärkter Orientierung am groben und gröbsten Knüppel dürfte wohl auch dort eher der Dampframmenmetal angesagt sein. Obschon ich mir vorstellen kann, dass ähnlich wie bei den Libanesen NIGHTCHAINS die Szene stilübergreifend eins ist und man harte Rockmusik in ihrer Gesamtheit genießt. Bands aus Südamerika haben immer diesen gewissen Ausdruck von Hingabe und Entschlossenheit in ihrer Musik, egal welchen Unterbereich im Metal sie beackern. Mit NIGHTMARE ist das genauso. Sie spielen ihre Instrumente mit besonderer Leidenschaft und schreiben Songs, die vor Spiel – und Lebensfreude regelrecht überschäumen. Ich mag die erdige Produktion, bei der man den Bass im Mix gut heraushört. Ich finde generell solche Produktionen toll. Gott, ja, dieses Album ist durch und durch der alten Schule verhaftet, was für Heavy Metal einfach essentiell ist. Soli sind wichtig, gute Soli, Soli, die einem wie flammende Peitschen um die Ohren gedroschen werden. Guter Gesang ist wichtig, wobei es nicht auf technische Perfektion, sondern auf eine charismatische Darbietung ankommt. Der Mann am Mikro bei den lieben NIGHTMARE hat dafür genau die richtige Stimme, hell, hoch, spitz und auf gewisse Art zu eigenwillig für den Mainstream, daher aber mit umso mehr Wiedererkennungswert gesegnet. Und können sie Songs schreiben? Ich meine, sie wissen natürlich den straighten Kram zu spielen, den sie sich da zurechtkomponieren, aber kickt das auch? Die flotte, flippige Darbietung gibt der Mucke natürlich ordentlich Energie, die Melodien brennen sich aber auch sehr tief in die Sinne ein. Sie sind schmissig, sie sind stimmig, sie sind aufwühlend und reißen mit. Natürlich wirken sie auf gewisse Weise wohlvertraut, aber das ist das Los vieler junger Heavy Metal Bands. Und mal ernsthaft, im reinen Blues der 60er Jahre bereits war alles noch so wie 25 oder 30 Jahre zuvor, im aktuellen Rock`n`Roll gibt es nurmehr traditionelle Schemata, die immer wieder und wieder in erfrischter Weise gebraucht werden. Entsprechend ist das hier Heavy Metal mit geilen Songs, der auf herrlich frische Art die alten 80er wieder aufleben lässt. Bands wie die ANGELES DEL INFIERNO, THOR, EVO, BARON ROJO, OBUS oder eben Gruppen aus Lateinamerika a la KRAKEN (Kolumbien), BUNKER (Argentinien) oder V8 (Argentinien) haben einen gewaltigen Einfluss gehabt, klar, ebenso wie ACCEPT, SAXON, die SCORPIONS auch. Der alte Metal lebt hier wieder auf, mit allen Ecken, Kanten und trotz der tollen Melodien einer gewissen spröden Schönheit. NIGHTMARE sind grandios dabei, die dürfen alles! Für Freunde schönen Vinyls hat sich das Label HEAVY FORCES RECORDS auch nicht lumpen lassen und neben einem Poster noch ein Faltblatt mit Texten beigelegt und die Pressung auch angenehm gestaltet. Insgesamt eine lohnende Angelegenheit für Metalmaniacs.

Sir Lord Doom

Nicht vorrätig

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LP

Zusätzliche Information

Gewicht 0.300 kg
Marke

0, 1

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