ANVIL CHORUS – The killing sun CD

15,50

Sie sind eine Legende des amerikanischen Heavy Metals, obwohl sie nur eine einzige Single gemacht haben und ihre Demoaufnahmen der 80er sind beliebt bei Tapetradern und Möchtegerninsidern, obschon häufig eher harter Rock mit Keyboards, denn rasanter Metal geboten wurde. Klar, wir sprechen von 1980, 1981, da waren die Zeiten noch anders. 29 Jahre nach Bandgründung stehen die Zeichen bei ANVIL CHORUS auf Sturm, denn endlich haben sie ihr offizielles Debütalbum draußen, auf dem rührigen und wirklich bemühten ROCKADROME Label, ehemals MONSTER RECORDS (RIP Phil!!!!). „The killing sun“ geht mit dem speedigen Kracher „Deadly weapons“ in die erste Runde, einem stark an die besten NwoBHM Sachen angelehnten Donnerhammer, der wilde, melodische Leadgitarren, einen straighten, kräftig vorantreibenden Chorus und coole, einprägsame Harmonien mit den besten 80er Metal Trademarks vereint und das mit einem zwar zeitgemässeren, aber lebendigen Sound ins 21. Jahrhundert transportiert. „Red skies“ beginnt sehr majestätisch mit opulentem Bombast, entwickelt sich jedoch in einen mittelschnell dahintrabenden, geradlinigen Heavy Metal, der hymnisch, mitreißend emotional, im Refrain dann mystisch dunkel klingt, aber die Eingängigkeit, wobei Banalität vollkommen ausgeschlossen wird, ist stets gegeben. Großes Kino? Aber gewiss doch. ANVIL CHORUS erfinden als alte Recken das Rad der schweren Beatmusik sicher nicht neu, auch mit dem schönen Melodicmetal von „Phase to phase“ (geiles Wortspiel) nicht, bei dem statt flitzefingeriger Gitarrenleads der Synthesizer hell strahlende Feuerwirbel tanzen lässt. Sehr bildhaft wird der klassische Fantasyhardrock der späten 70er zelebriert. Trotz aller Eingängigkeit hat das Stück epischen Tiefgang und dieser gewinnt an Mächtigkeit mit jedem Song. „Man made machines“ hat wirbelnde Riffs, ist ja auch noch ein alter Kulthit der Band. Der schwebende Refrain schießt Dir sämtliche Sinne aus. Garantiert, die wilden Gitarrensoli lassen Deinen Leib erbeben vor ekstatischer Lust. Verrückt, „Phase to phase“, „Deadly weapons“, das ist ja alles ein Stück Musikgeschichte aus den tiefsten Schlünden des 80er Undergrounds. Sie hätten mehr erreichen sollen, aber welche Band hat das? WARLORD? Die sind nach anderthalb Alben in die Kiste gesprungen. DEMON? Haben bezaubernden melodischen Hardrock erschaffen und nagen bis heute rein künstlerisch am Hungertuch. Nee, so oder so, die Welt war zu ungerecht und die 80er die falsche Zeit für Zaubermusik. Weiter hinten auf diesem Album, auf dem ja viele ältere Schönheiten ihre volle Pracht entfalten, wird man Elemente sogenannten Neoprogs hören, das ist eine verspielte, anspruchsvoll gehaltene Geradlinigkeit mit verwunschenen Melodien, welche Dir märchenhafte Bilder in die Seele einpflanzen. Ebenso wie die Briten SARACEN sind ANVIL CHORUS mit solchen Stücken die Speerspitze eines neuen symphonischen Hardrocks, der auf großartige Songs setzt, die trotz aller Hymnenhaftigkeit und des gigantischen Pathos stets auf einer komplexen Basis fußen. Eine der ganz großen Scheiben dieser Tage, auch wenn viele Stücke nurmehr ein Rückblick sind, aber ANVIL CHORUS zeigen sich entschlossen und haben verdammt knallerige, harte Metalbrecher dazwischen, die den meisten Jungspunden die Instrumente aus den Griffeln trümmern sollten. Ja, alte Säcke um die 50, eh? Vergesst es! Ein Hoch auf die ewig jungen Titanen! Sir Lord Doom

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Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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