Im Vergleich zu einer Band wie DARK ARENA, die ich bereits heuer in meinem Player rotieren hatte, wirkt die Gruppe um den ehemaligen HEAVENWARD und LUCIFERS HERITAGE (heute BLIND GUARDIAN) Trommeltiger Thomas Kelleners geradezu anmutig und grazil. Es wird eher dezent hart gerockt, immer sehr verträumt mit verspielt progressivem Einschlag und einer erhabenen Dramatik, die mich an die alten Neoproghelden der 80er und den besseren, weil anspruchsvolleren AOR jener Tage erinnert. Da wird man zum Besitzer eines einsamen Herzens aufgrund einer falsch platzierten Kindheit. BLACKLANDS gehen herrlich entspannt zuwerke und bieten dem Ohr und Geist des Progmetalfans eine Menge Futter, welches durch konstantes Headbangen tatsächlich an Nährwert verlieren könnte. Damit will ich sagen, dass es sich lohnt, beim Zuhören in die Tiefe zu gehen, die schönen Melodien an der Oberfläche und Schicht für Schicht die instrumentalen Strukturen darunter auf sich wirken zu lassen, zu erkennen, was die wunderbaren gespielten Instrumente hier zaubern. Ich kann erkennen, dass man sich an den Einflüssen der altvorderen Progger zwischen 1982 und 1992 gelabt hat und nun im Rausch der Magie jener Heroen wie MARILLION, Mike Oldfield (ca. 1983 – 1984, also zu Zeiten von „To France“, „Moonlight shadow“ und „Shadow on the wall“), DREAM THEATER und sogar den späten PINK FLOYD („A momentary lapse of reason“ und „Division bell“) eigene Songs schreibt, die fröhlich alle Elemente der genannten Rock – und Artpop Dinosaurier vereinen. Im Grunde sind BLACKLANDS die westfälische Antwort auf Platten wie „The wall“, „Animals“, „Wish you were here“ und „Dark side of the moon“, allerdings eher in einem bodenständigeren Rahmen. Statt „Rock In Rio“ eher Stadtfest Krefeld, aber auf verdammt angenehm ehrliche Weise und da sind so Momente dabei, wo man schon fast von majestätischer Erhabenheit schwadronieren möchte. Nachdenklich, dunkel und melancholisch sind sie oft, aber sie können auch anders, haben als Gäste unter anderem EXXPLORER Sirene Lennie Rizzo und HEIR APPARENT Gitarrist Terry „God“ Gorle dabei, flippen unter dem Zutun jener Metalhelden doch ordentlich aus und lassen es in ihrem Rahmen krachen. Aber das sind halt Farbtupfer auf einer reichhaltig bestückten Palette. Insgesamt sind BLACKLANDS entspannt, eher Musik zum Zuhören und Nachvollziehen, Musik, die einfach freundlich ist und Dich liebevoll umgarnt. Auch das kann Musik von immenser spiritueller Tiefe sein. Wer auf die rockigeren späten PINK FLOYD abfährt, Oldfield aus den 80ern etwas heavier vertragen würde und sich DREAM THEATER mal in gemütlicherem Fahrwasser wünscht, der ist bei BLACKLANDS ultimativ richtig. Aber Obacht, die Platte fängt Dich ein und lässt Dich nicht mehr laufen.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden, um die Nutzerfreundlichkeit dieser Webseite zu verbessern. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
BLACKLANDS – A new dawn CD
€12,00
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Im Vergleich zu einer Band wie DARK ARENA, die ich bereits heuer in meinem Player rotieren hatte, wirkt die Gruppe um den ehemaligen HEAVENWARD und LUCIFERS HERITAGE (heute BLIND GUARDIAN) Trommeltiger Thomas Kelleners geradezu anmutig und grazil. Es wird eher dezent hart gerockt, immer sehr verträumt mit verspielt progressivem Einschlag und einer erhabenen Dramatik, die mich an die alten Neoproghelden der 80er und den besseren, weil anspruchsvolleren AOR jener Tage erinnert. Da wird man zum Besitzer eines einsamen Herzens aufgrund einer falsch platzierten Kindheit. BLACKLANDS gehen herrlich entspannt zuwerke und bieten dem Ohr und Geist des Progmetalfans eine Menge Futter, welches durch konstantes Headbangen tatsächlich an Nährwert verlieren könnte. Damit will ich sagen, dass es sich lohnt, beim Zuhören in die Tiefe zu gehen, die schönen Melodien an der Oberfläche und Schicht für Schicht die instrumentalen Strukturen darunter auf sich wirken zu lassen, zu erkennen, was die wunderbaren gespielten Instrumente hier zaubern. Ich kann erkennen, dass man sich an den Einflüssen der altvorderen Progger zwischen 1982 und 1992 gelabt hat und nun im Rausch der Magie jener Heroen wie MARILLION, Mike Oldfield (ca. 1983 – 1984, also zu Zeiten von „To France“, „Moonlight shadow“ und „Shadow on the wall“), DREAM THEATER und sogar den späten PINK FLOYD („A momentary lapse of reason“ und „Division bell“) eigene Songs schreibt, die fröhlich alle Elemente der genannten Rock – und Artpop Dinosaurier vereinen. Im Grunde sind BLACKLANDS die westfälische Antwort auf Platten wie „The wall“, „Animals“, „Wish you were here“ und „Dark side of the moon“, allerdings eher in einem bodenständigeren Rahmen. Statt „Rock In Rio“ eher Stadtfest Krefeld, aber auf verdammt angenehm ehrliche Weise und da sind so Momente dabei, wo man schon fast von majestätischer Erhabenheit schwadronieren möchte. Nachdenklich, dunkel und melancholisch sind sie oft, aber sie können auch anders, haben als Gäste unter anderem EXXPLORER Sirene Lennie Rizzo und HEIR APPARENT Gitarrist Terry „God“ Gorle dabei, flippen unter dem Zutun jener Metalhelden doch ordentlich aus und lassen es in ihrem Rahmen krachen. Aber das sind halt Farbtupfer auf einer reichhaltig bestückten Palette. Insgesamt sind BLACKLANDS entspannt, eher Musik zum Zuhören und Nachvollziehen, Musik, die einfach freundlich ist und Dich liebevoll umgarnt. Auch das kann Musik von immenser spiritueller Tiefe sein. Wer auf die rockigeren späten PINK FLOYD abfährt, Oldfield aus den 80ern etwas heavier vertragen würde und sich DREAM THEATER mal in gemütlicherem Fahrwasser wünscht, der ist bei BLACKLANDS ultimativ richtig. Aber Obacht, die Platte fängt Dich ein und lässt Dich nicht mehr laufen.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 15262 Kategorien: Compact Discs, Eigenpressung / indie release Schlagwörter: CD, BLACKLANDS