CYPERUS – Blow it out your ass CD

15,50

Ja, derbe verbeuelt. Ich erinnere mich noch gut an CYPERUS aus den 90ern, so um 1994 herum muss das gewesen sein. Da war uns eine bereits zwei Jahre alte Eigenpressung aus den USA untergekommen, die musikalisch einen sehr groovigen Metal mit gelegentlichem Hang zum alten Powermetal vorwies. Hat zwar durchaus kleinere Wellen geschlagen damals, war mir persönlich vom Gitarrenspiel zu trocken und riffig, dann aber auch nicht flott genug. PANTERA haben es vorgemacht mit „Cowboys from hell“ und die kleineren Acts schickten sich an, es ihnen gleichzutun. Nach der „Vulgar display of power“ wurde es sogar noch schlimmer, aber die kam eher zeitgleich mit dem CYPERUS Album und dürfte kein Einfluss gewesen sein. So, was nun? Eben diese CYPERUS, deren Drummer Scott Munger 1996 tragisch und viel zu früh verstarb waren im Grunde eine gute Band, auch auf ihrem Album, siehe JAG PANZER mit „Dissident alliance“. Hach, die 90er waren voll mit solchen Beispielen. Was kaum jemand wusste, CYPERUS hatten bereits Jahre zuvor zwei Demos geschaffen, die einen kraftvollen progressiven Epicmetal aufboten, der so eigensinnig und mitreißend emotional die Sinne aufzuwühlen wusste, wie es selten eine Band zu schaffen vermochte, allerhöchstens FATES WARNING mit John Arch am Mikro. Nun, CYPERUS wussten sich ähnlich eindringlich in Szene zu setzen, waren aber vom Gefühl her wütender, aggressiver. Das lag unter anderem auch an der etwas schrilleren Stimme des Frontmannes. Diese Demos werden nun vom griechischen Kultlabel Arkeyn Steel einem an echtem, eigenständigem Metal interessierten Publikum hörbar gemacht, mit schönem Booklet, in dem man die Bandgeschichte revue passieren lässt und klanglich leicht aufgewertet, obschon im Urzustand belassen. Die verwinkelten und doch packenden Songs sind Highlights anspruchsvollen US Metals, welcher mit jedem Durchlauf ein wenig mehr von seiner eternalen Größe und betörenden Schönheit preisgibt, jedoch den Hörer und Metalfan auch für sich fordert. Aber das kennt man ja von den Helden des epischen Metals der 80er, so wie eben FW. Für all jene, die sich solchem außergewöhnlichen und doch klar als solcher zu identifizierenden Metal mit Leib und Seele verschrieben haben, ist diese Zusammenstellung ein absolutes Juwel. Inspirierend.

Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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