DOOMSWORD – My name will live on CD

15,50

DOOMSWORD haben sich lange, lange Zeit gelassen mit ihrem neuen Album und bomben „My name will live on“ in eine ohnehin an metallischen Höhepunkten nicht gerade arme Zeit hinein, was den Geldbeutel doch ein wenig strapaziert. Nichts desto trotz ist es eine sehr lohnenswerte Anschaffung, dann müssen halt Frau, Kinder und Haustiere ein paar Tage hungern. Hat noch niemandem geschadet, oder? Das Album knallt mit dem hymnischen, mittelschnellen Banger „Death of Ferdia“ direkt auf der Zwölf los. Grooviges und doch verdrehtes Schlagzeugspiel vom Berufsirren Wrathlord und Deathmasters markante Stimme lassen keinen Zweifel daran, wer hier zum Tanze aufspielt. DOOMSWORD haben sich lange, lange Zeit gelassen mit ihrem neuen Album und bomben „My name will live on“ in eine ohnehin an metallischen Höhepunkten nicht gerade arme Zeit hinein, was den Geldbeutel doch ein wenig strapaziert. Nichts desto trotz ist es eine sehr lohnenswerte Anschaffung, dann müssen halt Frau, Kinder und Haustiere ein paar Tage hungern. Hat noch niemandem geschadet, oder? Das Album knallt mit dem hymnischen, mittelschnellen Banger „Death of Ferdia“ direkt auf der Zwölf los. Grooviges und doch verdrehtes Schlagzeugspiel vom Berufsirren Wrathlord und Deathmasters markante Stimme lassen keinen Zweifel daran, wer hier zum Tanze aufspielt. Man hat sich nunmehr der keltischen Thematik angenommen, was wohl an Deathmasters Umzug gen Irland liegt. Und schon der zweite Song ist somit eine von keltischer Musik beeinflußte Epicmetalgranate, die Deinen Schädel durchgehend am Rotieren hält, deren emotionsgeladene Gesangslinien in Deiner Seele schier zu explodieren scheinen. Gerade hier haben DOOMSWORD sehr stark zugelegt und verweisen alle Mitbewerber um den Thron des epischen Stahls auf ihre Plätze. Eingängigkeit, Einprägsamkeit und majestätische Größe sind also doch miteinander zu vereinen. Sacred Heart und der Forger spielen sehr bewegende Riffs und Leads, Wrathlord und Geilt am Bass (der Bruder vom Deathmaster, u.a. Mastermind der Doomband MYDRIASI) sorgen für ein dichtes, sehr kräftiges Rhythmusfundament. Trotz vieler Passagenwechsel, vom treibenden Headbangerpart bishin zum stolzgeschwellten Marschrhythmus mit wirbelnder Snare, hier und da noch ein paar galloppierende, eventuell gar speedige Momente, klingen die Stücke wie aus einem Guß und setzen sich rasch fest. Die Sperrigkeit der letzten beiden Alben ist überwunden, auch wenn diese Scheiben sicher sehr gut sind. Aber diese Fusion von klassischem 80er Metal, Doommetal und epischer Theatralik ist unheimlich frisch, mitreißend und feurig. Ein flotterer Banger wie „Days of high adventure“ könnte fast zum „Sacred metal“ Nachfolger geraten, wobei, nein, das kann wohl kaum ein Song, ist zumindest jedoch sehr, sehr nahe am Kultsong vom Debüt dran. Die Hoppe – Hoppe – Reiter – Gitarren, das donnernde Schlagzeug mit unauffälliger, aber peitschender Bassbegleitung und der Killerrefrain machen das Stück gleich zu einem kommenden Livefavouriten. Noch besser ist „Steel of my axe“, ein schneller, eingängiger Fetzer, dessen Melodie Du nicht wieder aus dem Kopf bekommst, dessen nach der speedigen Strophe eher stampfender bzw. tänzelnder Refrain Dich heimsuchen wird, bis Du um Gnade winselst. Seelenlos Plastikkeyboardmusik mit überkitschtem Pathos braucht nun niemand mehr, wird auch keiner mehr bekommen, denn DOOMSWORD säbeln gerade mit einer nie geahnten Urgewalt durch die Szene und kloppen um, wer sich erdreistet, den Epicmetal mit schlechter musikalischer Darbietung zu besudeln. Ja, also, Deathmaster und seine Bagaluten geben tatsächlich mal wieder Gas und sind allgemein nicht so schleppend und zäh, wie man sie von den letzten Scheiben her in Erinnerung hat. An gewissen Stellen kann man hören, daß die Jungs sich irgendwann mit der farösischen Band TYR beschäftigt haben müssen, da tatsächlich sekundenlang Melodiebögen der Faröerwikinger zitiert werden. Gut, ist was für Insider, aber ich denke, daß beide Bands sehr geil auf eine Tour passen würden. Nur wer dürfte da der Headliner sein? Irgendwann, „Sword of light“ ist grad in vollem Gange, wirst Du daheim sicher nicht mehr auf den Beinen sein, sondern auf Deinen Knien robbend die Luftgitarre zupfen, die Matte fliegen Dich von den durchdringenden Harmonien davontragen lassen. Vor dem geistigen Auge siehst Du DOOMSWORD vor Dir auf der Bühne, beim Refrain hörst Du tausende und abertausende Kehlen neben Dir die Worte „SWORD OF LIGHT“ brüllen und kannst Dich nicht zurücknehmen. Gewaltig? Oh, fürwahr, verdammt gewaltig! Die Leadgitarren hier wirken auf Dein Gemüt wie Kerosin auf ein Lagerfeuer wirken würde, käme man auf die irrwitzige Idee, es dort hineinzuschütten. Mit Musik geht das. „Thundercult“ soll es allen Truppen von CANDLEMASS bis SOLITUDE AETURNUS zeigen. DOOMSWORD als Bandname impliziert ja schon schleppende Songs, auch wenn hier gar nicht soviele davon auftauchen, dieser eine hier muß sein. Und wieder ist der Eingängigkeitsfaktor erschreckend hoch, wieder trommelt Wrathlord nicht nur geradlinig auf den Kesseln herum, sondern verschleppt immer wieder geschickt das Tempo, wirbelt, schlägt Haken und schafft so einen betörenden, hypnotischen Groove. Soli von einer infernalischen Intensität brennen Dir die Haut vom Körper und Du liegst nunmehr auf dem Boden, vor Verzückung nicht mehr Herr Deiner Sinne, lustvoll zuckend und sabbernd, immer noch die Air Guitar mit voller Leidenschaft bearbeitend. Diese Scheibe ist eternal, diese Scheibe ist ein Monument und zeigt, daß man auch mit herkömmlichen Zutaten ein fantastisches Gericht zaubern kann, das Dir so frisch und nie zuvor genossen scheint. Ja, DOOMSWORD legen die Messlatte ganz besonders hoch an und sicherlich werden nurmehr SOLSTICE bei einem eventuellen Comeback die Epicmetalkeule noch imposanter schwingen, wenn überhaupt. Das wirklich Geile an dieser Scheibe ist, daß Du bereits nach einem oder zwei Durchläufen die Songs bei Dir behältst und sie später immer wiedererkennst, egal wo Du auf sie stößt. Ist es DOOMSWORDS Meisterwerk? Je nach Geschmack mag man darüber streiten, sie haben allerdings keinen Rückschritt gemacht, obschon sie sich zurückbesonnen haben auf mehr Metalpower. Wenn Du auf brennende Intensität, packende Melodien, Wiedererkennungswert und unkitschige Theatralik stehst, dann bist Du hier richtig.

Sir Lord Doom

Das Comeback

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Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

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