Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung ihrer letzten Platte „Blessed?“ vergangen und die alten Schweden feiern bereits ihren 29. Geburtstag, jeder der Musiker einzeln, immer wieder, dazu die Band als Kollektiv, besteht sie doch bereits seit 1984. Und diese fast drei Dekaden der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit werden jetzt auf dem neuen Album aufgearbeitet. Musik hat ja heilende Kräfte und kann auch diverse spirituelle Traumata therapieren. Entsprechend emotional geben sich FAITH in ihrer exaltierten Melodieführung, der stets ein Hauch von Mystik entströmt. Sehr intensiv sind die Arrangements, gerade wenn sie sich pompös in die Höhe türmen auf der Basis aus schleppenden Doomrhythmen. FAITH sind nach wie vor Schwedendoom der majestätisch metallischen Sorte, können sich aber auch Meister der heimischen Folklore nennen, wobei diese stets in ein stählernes Gewand gekleidet ist. Da werden die Melodien auf einmal fröhlich und bunt, man sieht einen Haufen Ureinwohner ihre Volkstänze unter dem Maibaum abhalten und ihrer Glückseligkeit freien Lauf lassen. Diese Fröhlichkeit steckt so dermaßen an, dass FAITH die Heilung in morbiden Riffs und geheimnisvoller Lyrik suchen. Was mich nach wie vor an dieser Band fasziniert ist die Tatsache, dass sie zwei Tugenden schwedischer Rockmusik vereinen, nämlich den Doommetal und den klassischen Hardrock. Dazu gesellt sich dann noch eine Keule progressiver Rock. Die Mixtur kann überwältigend sein, da diese Vielfalt ein allzu leichtes Konsumieren schon im Keim erstickt. Man schreckt nicht vor groovigen Passagen mit coolen Percussioneinlagen zurück, die irgendwo zwischen Latinsound und Jazz liegen und ein absolutes 70er Feeling heraufbeschwören, dann wieder von elegischen Riffs und majestätischen Leads abgelöst werden. Besonders geil ist immer wieder das Drumming, sehr abwechslungsreich arrangiert, verspielt, packende Rhythmusfiguren bildend, diese wieder einreissend, der Schlagzeuger beherrscht die hohe Kunst, sein Instrument zu mehr als nur zu einer stumpfen Rhythmusmaschine zu machen. Immer wieder wird man überrascht auf diesem Album. Powerdoom kann also durchaus progressiv und abgefahren klingen und doch einen ebenen Fluß offenbahren, was noch durch spacigen Lärm vom Keyboard bzw. von der Orgel unterstrichen wird. Diese Truppe ist ein Hammer.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
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FAITH – Decades of despair CD
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Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung ihrer letzten Platte „Blessed?“ vergangen und die alten Schweden feiern bereits ihren 29. Geburtstag, jeder der Musiker einzeln, immer wieder, dazu die Band als Kollektiv, besteht sie doch bereits seit 1984. Und diese fast drei Dekaden der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit werden jetzt auf dem neuen Album aufgearbeitet. Musik hat ja heilende Kräfte und kann auch diverse spirituelle Traumata therapieren. Entsprechend emotional geben sich FAITH in ihrer exaltierten Melodieführung, der stets ein Hauch von Mystik entströmt. Sehr intensiv sind die Arrangements, gerade wenn sie sich pompös in die Höhe türmen auf der Basis aus schleppenden Doomrhythmen. FAITH sind nach wie vor Schwedendoom der majestätisch metallischen Sorte, können sich aber auch Meister der heimischen Folklore nennen, wobei diese stets in ein stählernes Gewand gekleidet ist. Da werden die Melodien auf einmal fröhlich und bunt, man sieht einen Haufen Ureinwohner ihre Volkstänze unter dem Maibaum abhalten und ihrer Glückseligkeit freien Lauf lassen. Diese Fröhlichkeit steckt so dermaßen an, dass FAITH die Heilung in morbiden Riffs und geheimnisvoller Lyrik suchen. Was mich nach wie vor an dieser Band fasziniert ist die Tatsache, dass sie zwei Tugenden schwedischer Rockmusik vereinen, nämlich den Doommetal und den klassischen Hardrock. Dazu gesellt sich dann noch eine Keule progressiver Rock. Die Mixtur kann überwältigend sein, da diese Vielfalt ein allzu leichtes Konsumieren schon im Keim erstickt. Man schreckt nicht vor groovigen Passagen mit coolen Percussioneinlagen zurück, die irgendwo zwischen Latinsound und Jazz liegen und ein absolutes 70er Feeling heraufbeschwören, dann wieder von elegischen Riffs und majestätischen Leads abgelöst werden. Besonders geil ist immer wieder das Drumming, sehr abwechslungsreich arrangiert, verspielt, packende Rhythmusfiguren bildend, diese wieder einreissend, der Schlagzeuger beherrscht die hohe Kunst, sein Instrument zu mehr als nur zu einer stumpfen Rhythmusmaschine zu machen. Immer wieder wird man überrascht auf diesem Album. Powerdoom kann also durchaus progressiv und abgefahren klingen und doch einen ebenen Fluß offenbahren, was noch durch spacigen Lärm vom Keyboard bzw. von der Orgel unterstrichen wird. Diese Truppe ist ein Hammer.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 11943 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, FAITH