FAITH – Salvation lies within CD

15,50

Eine eigenwillige Band aus Schweden, die schon länger aktiv ist und doch erst vor geraumer Zeit ihr Debütalbum als limitierte LP veröffentlicht hat sind diese Faith. Hier fließen Doommetal und progressiver 70s Hardrock zusammen, als wären beide Genres eines. Die Songs sind meist bleischwer und walzen träge vor sich hin, geraten ab und zu in Mid Tempo Raserei, wenn die klassischen Hardrockelemente oder proggigen Parts die Oberhand gewinnen, doch das tun sie nur für Augenblicke. Dann ist schon mal eine Trompete zu hören, die mit warmer Melodie ein angenehmes Feeling zaubert oder düsterer skandinavischer Folk wird durch Streichinstrumente in das jeweilige Stück eingeflochten. Faith machen es den Hörern nicht megaeinfach, wobei die Band nach mehrmaligen Durchläufen mehr und mehr knallt. „Salvation lies within“ ist auch in der CD Version auf Doom (Underground) Symphony nicht weniger eigensinnig. Verspielter Hardrock mit einem Percussionpart unterlegt? Gerne doch! Da kennen Faith keine Grenzen und lassen so grenzenlose Freude an ungewöhnlicher Musik aufkommen. Der Sound ist fett, bleibt dabei aber lebendig und schön transparent. Und als wären Doom, Folk und Prog nicht genug, so holen sich Faith dann auch noch erdigen Heavyrock in ihre Songs, um den Irrsinn komplett zu machen. Der Sänger klingt bei jenen Parts durchaus so, als steckte ihm der Straßenstaub in der Kehle, leicht bluesig, schön dreckig und rockig auf jeden Fall. Es ist natürlich kein Wunder, wenn hier ganz urklassische Einflüsse auftreten, denn Mitglieder von Overdrive, Locomotive Breath und anderen Schwedenbands mit Roots in den späten 70ern stehen für handgemachte Musik ohne trendige Ambitionen. Auch wenn Faith mitunter nicht leicht zu verdauen sind und weder so recht ins Doomschema, noch zu den Progsters, noch rein zum alten Heavyrock passen, damit zwischen allen Stühlen sitzen, der Klasse ihrer Musik tut das keinen Abbruch, es ist vielmehr erfrischend zu sehen, wie Faith verwandte Genres, schließlich ist alles Hardrock / Metal, was hier verwurstet wird, verschmelzen und sich somit nicht limitieren. Die Riffs sind allzeit schön heavy, soliert wird gut und gerne, daß der Qualm von den Griffbrettern aufsteigt, aber man hält sich doch auch gerne zurück und lässt die Songs entstehen, sich langsam aufbauen, ganz ungezwungen ihre Bahnen nehmen. Zuerst wollte mir die Musik gar nicht so doomig erscheinen, doch sie ist es in der Tat, wirklich flotte Parts gibt es nicht. Black Sabbath meets Dream Theater mit einem Schuß Solitude Aeturnus darin? Ich geb es auf, solche Vergleiche bringen nur noch mehr Verwirrung. Zumindest tauchen neben den Grundinstrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug auch noch Orgeln auf, hier und da ein paar Keyboardtupfer, die oben erwähnten Geigen bei einem oder die Trompete bei einem anderen Song. Und damit bin ich am Reviewende so schlau wie am Anfang. Eigenwilliger, doomiger Heavyrock mit progressivem Touch eben und damit so mancher frickeligen Passage. Es bedarf intensiverer Beschäftigung, dafür wächst das Album mit jedem Hören. Zwei Bonustracks gibt es übrigens auf der CD Version auch noch. Also, zulangen!

Sir Lord Doom

Underground Symphony

Artikelnummer: 11290 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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