IRON HEARSE – Same CD

15,50

Britischer Heavymetalrock, stampfend, rollend, walzend, zermalmend, brodelnd, hypnotisch und schön bodenständig. Die perfekte Mixtur aus der Schwere alter BLUE CHEER und BLACK SABBATH Riffs, des arschtretenden Rock’n’Roll Metal Feelings früher MOTÖRHEAD Scheiben und einer Portion dreckiger Coolness. Doom als Umschreibung kommt der Sache nahe, denn schleppende, urgewaltige Passagen mit Gitarrenwällen, die nicht mehr von dieser Welt sind, gibt es hier einige. Dennoch aber verliert die Band IRON HEARSE nie an Groove, gerät niemals in zu zähflüssige Bereiche, die eventuell zu Sperrigkeit führen würden. Im Gegenteil, mehr und mehr, je weiter man vorankommt, lockert sich das Material auf, rockt ungezwungen und auf natürliche Weise gut gelaunt drauflos. Als hätten THE OBSESSED das sonnige Gemüt von LYNYRD SKYNYRD gefressen. Ja, komische Umschreibung, es ist auch garantiert kein Southern Rock hier, zudem ist da ja immer wieder dieser mächtige Doomeinschlag, der alles zertrümmernd und gerne auch angedunkelt mystisch die Sinne des Hörers ausbläst. Diese Band will sich nicht gleich packen lassen und das ist zu honorieren. Sie haben von den Bands der 70er gelernt und ganz ohne Retroeinschlag den freien Fluss der Rockmusik jener güldnen Epoche in die Jetztzeit transferiert. Schräge, schrille, psychotische Töne sucht der Hörer vergebens auf diesem Album. Der Stonerrockmist kann nach Hause gehen. Auch wenn man, sofern Truppen wie THE OBSESSED, THE HIDDEN HAND, PLACE OF SKULLS und ähnliche Ultrarocker in diese Trendecke eingeordnet werden soltlen, als Fan dieses Modestils sicherlich Gefallen an dem ebenso spröden wie einprägsamen und charmant bodenständigen Donnerrock der Briten finden kann, IRON HEARSE bleiben ein Fest für die, welche den Doom auch abseits des Metals in der harten Beatmusik suchen. Die dämonisch aufheulenden, rollenden Gitarrenleads sprechen für sich, die sägenden, ebenso schlichten wie betörenden Riffs gleichsam. Der Shouter ist ein Rauhbein in mitteltiefen Lagen, dreckig, bluesig mit Südstaatentouch, der den Vergleich mit Schlangenbeschwörer Scott „Wino“ Weinrich (SAINT VITUS, OBSESSED, HIDDEN HAND) nicht zu scheuen braucht. Passender kann man solche Musik nicht besingen. Von der Leadgitarre kommt nicht allein wildes Gejaule, sondern auch der eine oder andere Melodiebogen, der sich direkt mit gewichtigem Charisma in die Sinne des gebannt lauschenden Doomsters fräst. Diese Band kann ja wirklich fast alles. Innovationen sind nicht zu befürchten. Eigenständigkeit ist ein Punkt, der bei IRON HEARSE zu Diskussionen führen könnte, da die klanglichen Parallelen zu SAINT VITUS und THE OBSESSED doch sehr vordergründig auftreten, aber man sollte sich ob der Klasse und Frische dieser Songs nicht daran stören, daß hier eventuell eine Band recht stur das Lehrbuch nachempfindet. Beim Doom, egal ob als Heavyrock oder Metal, kommt es ohnehin auf das Feeling an und das besitzen IRON HEARSE, jenes bestimmte Gefühl, welches eine echte Band ausmacht. Diese Tommies sind einfach ehrlich, dadurch ultrasympathisch und wissen zu begeistern. Punkt aus! Wer auf Heavyrock steht, der gerne auch mal langsamer werden kann, sich aber nicht in Endloskriechereien verliert, muß einfach ein Ohr riskieren!

Sir Lord Doom

UK Doom on I Hate Records

Artikelnummer: 14750 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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