MÄGO DE OZ – Barakaldo D.F. CD

17,00

Ich hasse Melodicspeed, ganz einfach weil diese Musik irgendwann den letzten Rest echten Metals fortgespült hat und seither als Inbegriff von „schnellem Powermetal“ gilt. Pfui, zum Teufel damit und im Grunde noch weiter fort, denn selbst den armen Satan will ich nicht mit diesem Kram belästigen. Dann kommt da aber diese Band dahergewatschelt. Im Grunde sind MÄGO DE OZ bereits eine Big Band mit deutlich über fünf Mitgliedern, ein Melodicspeedensemble mit Hang zu fröhlichen Melodien und einem fetten Celtic Folk Einschlag und genau da passiert es. Schon das 99er Album „Finisterra“ war eine Granate, „Gaia“, sein direkter Nachfolger, briet mir die Seele aus dem geschundenen Leibe und so wurde ich zu einem glühenden Verehrer dieser Ausnahmeband. 2008 schicken sie sich nun an, uns mit einem weiteren Livealbum zu verwöhnen. „Barakaldo D.F.“ ist somit das nunmehr vierte Livealbum innerhalb von sechs Jahren, nach „Fölktergeist“ 2002, „Madrid las ventas“ 2005 und „A costa da morte“ 2007. Aber wer die Zauberer von Oz kennt, der weiß ob der Klasse ihrer Livedarbietungen, ob der lebendigen und leidenschaftlichen Performances und ob des überragenden Songmaterials, daß jede bisherige Livescheibe dieser Band ihrer Diskographie und einer jeden Plattensammlung zu Ehren gereicht. Nun, hier haben wir zum größten Teil Material ihres „GAIA II“ Albums von 2006, dazu dann einen Singlebonustrack, „Suenos diabólicos“ von der 2006er „Hoy toca ser feliz“ EP, ein Cover der alten Folkband LABANDA von deren 1980er Album. Natürlich darf „Fiesta Pagana“ nicht fehlen, ein Gassenhauer der 99er „Finisterra“ Doppelscheibe. Zudem kommen „La rosa de los vientos“ von „GAIA“ (2003) und „Molinos de viento“ vom 98er Klassiker „La leyenda de la mancha“ als reguläre Albumtracks hinzu. Ein bislang unveröffentlichtes Highlight ist das instrumentale Stück „Marcha turca de Mozart“, eine der für die Band typischen Einlagen für die Konzerte der Band. „Fiesta pagana“ und „Molinos de viento“ sind übrigens auf allen vier Livealben der letzten Jahre gern gehörte Evergreens. Ein MÄGO DE OZ Fanatiker wie ich wird sich an den wilden Liveversionen des „GAIA II“ Materials nicht satthören können, welches sehr sauber vom Mischpult mitgeschnitten wurde. Die Band gibt unwahrscheinlich Gas, aber das kennt man von ihren Alben. Die Soli der Klampfer und des Keyboarders sprühen über vor ungehemmter Lebensfreude und Besessenheit. Zuweilen jagen mehrere Gitarren, ein Synthesizer und die Geigenabteilung unisono furiose Leads ins Publikum, welches das Gebotene mit frenetischem Applaus quittiert. Für alle Fans eine Pflichtübung. Man merkt erst live richtig, welche Hitdichte die „GAIA II“ hat. Kniefall!!!!!
Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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