Vom Himmel her soll uns also der Weltuntergang ereilen. Wann nur mag dies geschehen? Der Mayakalender schien nicht adäquat interpretiert worden zu sein, da der angepeilte Tag des jüngsten Gerichts am 21.12.2012 einfach nicht passieren wollte. Nun, diese griechische Heavy Metal Band, eigentlich eher ein Ein Mann Projekt, wird uns zwar wenig Aufschluss darüber geben, aber SCORCHER ist gerade deswegen absolut unterhaltsame Musik. Im Grunde klingt die Scheibe auch nicht nach Griechenland, sondern pendelt sich irgendwo zwischen mystischerem US Heavy Metal und erdigen Britenhymnen ein. Der Klang ist roh und fragil dabei, hat einen Ausdruck von 80er Undergroundproduktion. Diese bei STEEL GALLERY erschienene CD hätte auch genauso gut beim Schwesterlabel ARKEYN STEEL als neu ausgebuddelte US Metal Perle der vergessenen Zeit verbraten worden sein können, ich hätte es den Vögeln geglaubt. Bandmacher Tex ist ein hervorragender Komponist, hat eine charismatische, melodisch klare Stimme, die perfekt auf britische Singles von 1980 und US amerikanische 4 Track EPs von 1985 passen würde. In den meisten Fällen würde ich als alter Kauzmetaller hier eine Mixtur aus MYTHRA (UK) und WYZARD (US) anbringen und damit den Kultfans dieser Musik den Speichel in die Lefzen treiben. Und das ist einer der sympathischsten Aspekte an SCORCHER. Tex liebt zwar, wie ein jeder griechische Metaller, die großen, epischen Gesten, aber er vereint sie mit einem sehr bodenständigen, ehrlich emotionalen Ausdruck, wie ihn echter Heavy Metal von der Straße nun einmal mit sich brachte. Und diese Straße könnte wahrhaftig durch eine Arbeitersiedlung in Mittelengland führen, vorbei an grauen Fabrikmauern. Ebenso könnte sie in einem Industriegebiet irgendwo zwischen Chicago und Detroit liegen, wo ebenfalls der Rauch schwarz aus den Schloten quillt. Selten nehmen die mystisch erzählenden Passagen den Hauptteil eines Songs ein, dann aber wird im Kopfkino ein großartiger Film abgespult. So bleibt letztendlich die Musik, welche uns Freund Tex hier kredenzt, immer abwechslungsreich, weil er schöne ruhige Einlagen mit bezaubernden Melodien, treibend erdigen Heavy Metal und ganz dezent im Pathos schwelgenden Epicmetal vereint und immer ein Gespür für die richtige Melodie hat, die einem die Sinne kitzelt und sie letztendlich in Brand setzt. Wie gesagt, spielen und singen kann der Typ die von ihm geschriebenen Songs ausgezeichnet. Mit sehr viel Leidenschaft geht er dabei zuweilen ans Werk. Für mich ist das hier eine der besten bisher erlebten Griechenmetalscheiben, weil sie so herrlich echt und liebenswert ehrlich klingt. Ganz große Empfehlung für jeden Fan von 80er Metal mit herausragenden Melodien und gar kräftigstem Gitarrenspiel.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
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SCORCHER – Armageddon from the sky CD
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Vom Himmel her soll uns also der Weltuntergang ereilen. Wann nur mag dies geschehen? Der Mayakalender schien nicht adäquat interpretiert worden zu sein, da der angepeilte Tag des jüngsten Gerichts am 21.12.2012 einfach nicht passieren wollte. Nun, diese griechische Heavy Metal Band, eigentlich eher ein Ein Mann Projekt, wird uns zwar wenig Aufschluss darüber geben, aber SCORCHER ist gerade deswegen absolut unterhaltsame Musik. Im Grunde klingt die Scheibe auch nicht nach Griechenland, sondern pendelt sich irgendwo zwischen mystischerem US Heavy Metal und erdigen Britenhymnen ein. Der Klang ist roh und fragil dabei, hat einen Ausdruck von 80er Undergroundproduktion. Diese bei STEEL GALLERY erschienene CD hätte auch genauso gut beim Schwesterlabel ARKEYN STEEL als neu ausgebuddelte US Metal Perle der vergessenen Zeit verbraten worden sein können, ich hätte es den Vögeln geglaubt. Bandmacher Tex ist ein hervorragender Komponist, hat eine charismatische, melodisch klare Stimme, die perfekt auf britische Singles von 1980 und US amerikanische 4 Track EPs von 1985 passen würde. In den meisten Fällen würde ich als alter Kauzmetaller hier eine Mixtur aus MYTHRA (UK) und WYZARD (US) anbringen und damit den Kultfans dieser Musik den Speichel in die Lefzen treiben. Und das ist einer der sympathischsten Aspekte an SCORCHER. Tex liebt zwar, wie ein jeder griechische Metaller, die großen, epischen Gesten, aber er vereint sie mit einem sehr bodenständigen, ehrlich emotionalen Ausdruck, wie ihn echter Heavy Metal von der Straße nun einmal mit sich brachte. Und diese Straße könnte wahrhaftig durch eine Arbeitersiedlung in Mittelengland führen, vorbei an grauen Fabrikmauern. Ebenso könnte sie in einem Industriegebiet irgendwo zwischen Chicago und Detroit liegen, wo ebenfalls der Rauch schwarz aus den Schloten quillt. Selten nehmen die mystisch erzählenden Passagen den Hauptteil eines Songs ein, dann aber wird im Kopfkino ein großartiger Film abgespult. So bleibt letztendlich die Musik, welche uns Freund Tex hier kredenzt, immer abwechslungsreich, weil er schöne ruhige Einlagen mit bezaubernden Melodien, treibend erdigen Heavy Metal und ganz dezent im Pathos schwelgenden Epicmetal vereint und immer ein Gespür für die richtige Melodie hat, die einem die Sinne kitzelt und sie letztendlich in Brand setzt. Wie gesagt, spielen und singen kann der Typ die von ihm geschriebenen Songs ausgezeichnet. Mit sehr viel Leidenschaft geht er dabei zuweilen ans Werk. Für mich ist das hier eine der besten bisher erlebten Griechenmetalscheiben, weil sie so herrlich echt und liebenswert ehrlich klingt. Ganz große Empfehlung für jeden Fan von 80er Metal mit herausragenden Melodien und gar kräftigstem Gitarrenspiel.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 13173 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, SCORCHER