THRUSTOR – Night of fire CD

15,50

Ehemalige SCEPTRE Leute? Da war doch mal was, ich erinnere mich an die METAL MASSACRE Sampler und einen gewissen John Cyriis als Sänger der oben genannten Band. Wow…hier haben wir es tatsächlich mit einem aktuellen Album von alten Metalhaudegen zu tun, deren Ex Band immerhin zum Erfolg einer der besten und legendärsten Speedmetalkapellen beigetragen hat. Nun, ganz so melodisch schön wie AGENT STEEL ist das THRUSTOR Material nicht, eher wuchtiger, direkter und knalliger, insgesamt aber verdammt heavy und schön traditionsbewusst. Thrash, schleppender Powermetal, rasanter Speed, was will man mehr? Der Gesang ist roh und kräftig in mittleren Lagen, aber nicht zu derbe. Das Songwriting lebt von Eingängigkeit, gerät aber niemals in Banalitäten. Es kommen Stops und Breaks zur rechten Zeit, furiose Soli, welche Deine Seele zum Brodeln bringen, mörderische Akkordfolgen und peitschende Rhythmen am Stück. Die Songs fräsen sich förmlich in Deinen Geist ein. Ein wenig erinnern sie mich an die alten WARDOG Ende der 90er, deren Alben auf METAL BLADE einen ähnlichen Kurs fuhren oder an TENSION, wenn sie dem Hörer direkter die Visage einbeulten. Insgesamt ist das ein Klassemetal, der auch von alten Kompositionen lebt, das darf man nicht vergessen, doch die alten Hits und neuen Kracher fügen sich harmonisch zusammen, zeigen eine Powerspeedkapelle abseits aller Trends. Alten ABATTOIR Fans wird das hier die Freudentränen in die Augen treiben, alten US Metallern einen gewaltigen Ständer verpassen, der neuen Retrothrashwelle dagegen einen feisten Dämpfer, denn die alten Herren zeigen den Jungspunden mal, wie die Großen es tun. Spielerisch sind diese Urviecher kalifornischen Metals absolut fit, haben es aber nicht mehr nötig, sich in selbstdarstellerischen Solomasturbationen zu ergehen, sondern zocken ihre Parts ganz lässig im Dienste des jeweiligen Songs herunter. Das ist der Stoff, der einem doch irgendwo gefehlt hat. THRUSTOR haben jetzt schon einen Klassiker abgeliefert, auch wenn sie eigentlich 23 Jahre zu spät auf den Markt kommen. Egal, so zeitlos geil wie diese Scheibe war US Metal lange nicht mehr. Die Gitarren sind infernalisch wie eine ganze Armada von viermotorigen Bombern, die eine feindliche Großstadt in Klump schmeissen sollen. Yeah! Die Soli sind so richtig schön entfesselt und schrammen Funken sprühend auf den straighten, treibenden Rhythmen herum. Bin schwerstens verliebt…
Sir Lord Doom

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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