TRINAKRIUS – Inquisantism CD

15,50

Der Clan der Sizilianer kehrt eindrucksvoll zurück. Ich spreche nicht von der Mafia, ich erhebe mein Wort für die beste sizilianische Epicdoomband, wahrscheinlich auch die einzige dort. TRINAKRIUS. Dies ist das bislang nur als Doppel CDr erschienene Debüt der Band, die bereits 2006 auf dem Headbangers Open Air und 2007 auf dem Kutten 4 Ever Festival den Norden Deutschlands beglückt hat. Der gute Márk von Psychedoomelic hat sich dieses Meisterwerks angenommen und die Scheibe für eine breitere Öffentlichkeit hörbar werden lassen. Es lohnt sich definitiv. Ob sie hier reiner Doommetal sind, mag ich nicht zu unterschreiben, da sich Bands wie DOOMSWORD, WOTAN und HOLY MARTYR einerseits, THUNDERSTORM und eben TRINAKRIUS andererseits auf eine angenehme Mitte zubewegen. Nun, die majestätisch schaukelnden und wogenden, mit grandioser Leadgitarrenbegleitung versehenen Powerriffs, die sich über die gesamte Scheibe verteilen, sind eindeutig der CANDLEMASS Schule entsprungen. Die mittelschnellen bis etwas flotteren Powermetaleinlagen weisen schon wieder in Richtung Epicmetal, wofür auch die ausladend arrangierten Songs an sich sprechen. Was auch immer TRINAKRIUS hier wollen, an Klasse, Hingabe, Inspiration und Magie mangelt es ihnen nicht. Der Sänger besitzt eine helle, nicht übertrieben hohe Stimme, die natürlich auch gen Himmel schießen kann, in den mittleren Lagen aber verdammt charismatisch ihre betörenden Melodiebögen ausspeiht. Aber das soll es noch nicht gewesen sein. Da kommt nach einem feierlichen Orgelintro ein erdig stampfender Heavy Metal Song, den man eigentlich eher von Rob Halford oder meinen ungarischen Favouriten OMEN kennt, eventuell von neueren METAL CHURCH. Spätestens hier verabschiedet sich die Band TRINAKRIUS von der blinden Genretreue und zeigt Flagge einzig und allein für den METAL! Der Refrain hier im Stück ist dann wieder schleppender und doomiger, sogar ein typischer BLACK SABBATH (Dio Phase, „Country girl“) Lauf kommt vor, dann ein verträumt atmosphärischer Part, in den man so richtig schön hineinschwebt und sich ganz der Melancholie ergibt. Wahnsinn. Ich mag gar nicht aussprechen, daß TRINAKRIUS hier natürlich eigentlich nur dort entlangmarschieren, wo vor ihnen schon manch eine Band, die heute Legende ist, die Füße in den Teer gestemmt hat, aber TRINAKRIUS tun dies auf ihre eigene Art und Weise. Diese Band ist schwelgerisch, die Band ist schon fast abgeschwebt, spielt sich in einen Trancezustand, so sehr ist sie mit Leidenschaft erfüllt. Kultig ist das „Love bites“ Cover, JUDAS PRIEST, ganz klar, aber doch merklich eingedoomt. Klasse, einfach nur Klasse! Und obschon ich hier bereits kopfstehe, gibt es ja noch den zweiten Teil des Albums, die italienischsprachige Fassung der ersten fünf Songs. Gut, man hört nun das ganze Teil quasi zweimal, ausgenommen der PRIEST Nummer, aber erstens macht der epische Kraftstahl mit schicksalshaften Momenten versetzt soviel Freude, ergreift einen so tief im Inneren, daß man der Sucht nachgeben und die Scheibe eben sofort wieder anwerfen muß, zweitens ist durch den Gesang in Muttersprache ein anderer Aspekt hinzugetreten, der die Spannung aufrecht erhält. Wer also nach wie vor sein Herz für echte, eigensinnige, sehr epische und emotionsgeladene Metalbands schlagen fühlt, der kommt hieran nicht vorbei.

Sir Lord Doom

Erstes, bislang unveröffentlichtes Album

Artikelnummer: 14272 Kategorie: Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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