VENIA – In our weakness CD

12,00

Eine Metalband aus dem schwedisch – finnischen Grenzraum mit Sängerin, dazu auch noch Christen? Huh? Kann das gut sein? Klingt das nicht stark wie Nightwish? Nicht so ganz. Die Sängerin hat eher eine folkige Stimme, die Musik ist dunkler und wuchtiger, purer Powermetal. Der nordische Einschlag ist nicht zu überhören und grenzt Venia noch weiter vom allgemeinen Trendsymphonicpopmetal der großen Finnen ab. Die Melodien sind eingängig, die Gitarren sehr leidenschaftlich und vor allem inspiriert gezockt. Elemente des schwedischen Vikingrocks von Bands wie Hel (auch mit Sängerin) sind deutlich rauszuhören und sorgen für einen hymnischen Ausdruck, dem doch jeglicher Kitsch abgeht. Hier und da verfallen Venia dem majestätisch – doomigen Powermetal, wie ihn Götterbands a la Candlemass einst ins Leben riefen, doch auch flotte, punkige Einlagen sind ihnen nicht fremd, wieder ein Brückenschlag zum schwedischen Vikingstoff, der ja auch aus dem Punkrock seine Einflüsse bezieht. Der dritte Song „The Path“ vereint diese beiden Stilistiken ganz ausgezeichnet. Doomige Einlagen kommen immer wieder vor, die Strophen sind metallisch und haben doch diesen Crust Einschlag, die Riffs sind eingängig und höchst mitreißend, die Soli feurig und die Vocals sehr zornig, abgesehen von den Refrains natürlich, wo der Doommetal regiert. Und das ziehen Venia straight durch, da machen sie keine Kompromisse den ganzen „TRUE“ Freaks gegenüber und gerade deswegen sind sie umso ehrlicher und sympathischer. Diese Band wird noch ganz groß, das spüre ich. Ihnen ist das Talent, einprägsame, packend arrangierte Songs zu erschaffen einfach in die Wiege gelegt worden. Trends werden auf dieser EP gekonnt ausgespart, Anpassung gibt es nicht, dafür umso mehr Leidenschaft und Spielfreude. Die Band ist grad für die Metalfans interessant, die immer noch nach Originellem streben und einerseits von der Trällermelodicwelle und andererseits von den ausgebrannten Retrometalacts genervt sind, sich aber der Modernität auch nicht wirklich öffnen möchten. Der Sound ist natürlich fett und sehr lebendig. Die gesamte Aufmachung ist makellos! Mit 25 Minuten Spielzeit ist für eine EP auch genug Quantität vorhanden. Ich wundere mich, daß sich kein europäisches Label dafür finden wollte. Egal! Venia rulen!

Sir Lord Doom

origineller Metal mit Sängerin, kein Nightwish Abklatsch!

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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