PREDATOR – Predator CD&DVD

15,50

Eine absolute US Powermetalgranate erreicht uns aus Florida, natürlich in Eigenregie von einer bislang nur regional in Erscheinung getretenen Band, die sich anscheinend bestens mit den Veröffentlichungen der US Metalszene von 1980 bis 1990 auskennt und dementsprechend ihre Einflüsse bezogen hat. Sie spielen sich einmal quer durch die komplette Bandbreite dessen, was wir teutonischen Kopfschüttler am US Powermetal so abgöttisch verehren. Die Gitarrenfraktion baut auf Soli, tonnenweise Soli, blitzende, peitschende, messerscharfe Soli, die von anhand barocker Klassik komponierten Melodien über wilde, komplett entfesselte Noteneruptionen hin zu betörend mystischen Leitharmonien gehen. Dabei werden jedoch die eindringlichen Kompositionen nicht vergessen und das Riffing in den Vordergrund gedrückt, welches stets wuchtig und ebenso scharfkantig erscheint. Ich höre an einer Stelle alte HELSTAR, dann AGENT STEEL, dann SAVAGE GRACE und ebenso TITAN FORCE heraus, man gibt sich nicht einfach damit zufrieden, nur eine Schiene zu bedienen, man variiert, man variiert sogar sehr geschickt. Ja, ich weiß nicht, ich habe hier und da immer einen Bandnamen im Kopf, dann verschwindet er wieder unter einer Gitarrenkanonade, die sich gewaschen hat. Die Nackenwirbel knacken mir schon halb durch, so leidenschaftlich gerate ich ins Mitbangen, meine Hände machen sich selbständig und wünschen sich wohl, eine Klampfe zu halten. Herrlich! Wenn Powermetal heutzutage noch eine solche Wirkung auf einen alten Metalhead hat, dann muß er gut sein. Der Gesang betört mich, er ist hoch, hell, schneidend, sehr charismatisch. Der gute Mann lässt sich aus vielen ähnlichen Sängern von Pascal Cliché (HANKER) über John Arch (ex FATES WARNING, JOHN ARCH) bishin zu James Rivera (HELSTAR) so deutlich herauserkennen wie eben jene oben genanntne Stimmwunder auch. Dieses Album sprüht nur so vor packenden Melodien, ohne die eine Heavy Metal Scheibe meines Erachtens fast einpacken kann. Es sind durchdringende Notenfolgen, weitab vom Streben nach billiger Mainstreamglückseligkeit, ehrlich, stimmungsvoll, dramatisch. Das Album sitzt dem Headbanger perfekt, jedem Headbanger, der noch was auf sich hält. Dass sich in der hiesigen Metalszene noch immer die grandios üblen Kommerzschlagermetalkapellen durchsetzen spricht für eine Menge Arbeit und harte Schlachten, die PREDATOR noch vor sich haben, bevor sie die fehlgeleiteten Schäfchen wieder in den heimischen Pferch getrieben haben, aber sie könnten es schaffen. Für echte Metalheads, die mit POWERMETAL noch vernünftige Musik zu verbinden wissen. Die alten Helden wären stolz auf solch eine Scheibe. Gerald Latze

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CD&DVD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.300 kg
Marke

0, 1

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