NOT FRAGILE – 21st century ballroom CD

5,00

Hey da! Die gibt es ja doch noch! Fragte ich Basser Didy bei einem Treffen doch glatt, ob Not Fragile noch aktiv wären, was er nicht unbedingt bejahen wollte. Sie sind zurück, das Hamburger Speedmetalurgestein ist zurück. Halleluja! War das letzte Album „The Return“ nicht wirklich der Bringer, will sagen, musikalisch ein ziemlicher Flop, da völlig banal komponiert und zu zahm eingespielt, hat sich das Blatt ganz gehörig gewendet und uns kann Jürgen mit stolzgeschwellter Brust gleich nach der begnadeten Nightshade den nächsten Brecher rausdonnern! Man bekommt auf dieser CD erstklassigen Teutonenspeedmetal geboten, der wild und ungestüm wie ein junger Hengst gerade nach vorne brettert, immer jedoch genügend Platz für geile, mitreißende Melodien freiläßt, den die vier nicht mehr ganz so jungen Herren auch dementsprechend ausnutzen. Not Fragile bauen sich ihre Brücke zwischen Running Wild on 45 und Helloween, von beiden natürlich die ganz frühen Versionen, so um die 1984 / 85. Moderne Klänge sucht man hier vergebens. Die Produktion ist schön ursprünglich, frei von allem Bombast und trotz ihrer Transparenz immer noch dreckig und damit metallisch genug. Torstens Stimme hat diesen eigenwilligen, leicht melancholischen Charakter, was ihr einen gewaltigen Wiedererkennungswert gibt. Er verleiht den tollen Melodien den letzten Schliff, sodaß sie nun chromglänzend aus den Boxen donnern, wo immer auch die Metalheads dazu rotieren. Für uns hier auf dem immer noch von allerlei Trendungetier belagerten Hügel sind diese Kampfeshymnen der frisch eingeflogenen Hamburger Antrieb und Motivation für erneute Ausbruchsversuche. Unsere Schwerter mögen älteren Datums sein, ihre Klingen sind lange noch nicht stumpf und lechzen nach dem Blut und dem Fleisch von zappelnden und wild gestikulirenden Modejüngern, die sich da wieder und wieder gegen unsere Schanze zum Angriff formieren. Unsere schwere Kavallerie ist es diesmal, die den Angriff auflöst. Teutonischer Stahl dringt in die Leiber der unwerten Grünhäute auf der Ebene unter uns. Die Unzerbrechlichen, dazu vom Feinde steckbrieflich gesuchte Kämpen, Gladiatoren und ihrer schwarzen Bestimmung folgende haben sich auf ihre Warhorses geschwungen, galoppieren nun mit wilder Entschlossenheit den Hang hinab und zermalmen den Gegner unter sich! Wir harren der Dinge mit stockendem Atem! Überdimensionale Lautsprecherboxen, aufgefahren einige Meter hinter unseren Gräben, dröhnen lauthals unsere Kriegsgesänge ins Tal hinab, wo ein blutiger Tanz vollführt wird. Dieser Ballabend wird den langsam aber sicher weichgeklopften Modezombies sicherlich noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben und uns ein paar Tage Ruhe verschaffen, in denen wir uns ganz der Muse widmen können! Plumps, lande ich wieder auf meinem Sessel! Ha! Not Fragile haben es geschafft, ein Album zu kreieren, das durch seine Ursprünglichkeit auch in unserer heutigen Zeit, oder gerade heutzutage bestehen kann und muß, damit mal wieder klar wird, wie denn Metal zu klingen hat. Keine blankpolierte Produktion, die das ganze, wahrscheinlich sogar wunderbare Material völlig verpoppt und hymnenhafte Powermelodien zu banalem Geträllere degradiert. Musiker, die wissen, wohin ihr Weg sie führen soll und die nicht erst über tausend Breaks und wirres Gefrickele auf den Punkt kommen müssen. Melodien sind ja wichtig und Not Fraglie setzten sie genau richtig ein, nie zu oberflächlich, mit einem Grundmaß an Dramatik selbst in entspannteren Momenten! Wer sich heute noch dem kultigen, soliden Teutonenspeedmetal verhaftet fühlt, bitte Freunde, hier ist nach langer Zeit mal wieder eine Powerscheibe für Euch!

Sir Lord Doom

Hellion Records, true old German speed metal

Artikelnummer: 10713 Kategorien: , Schlüsselworte: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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