GRAAF – Frozen CD

12,00

Graaf aus Berlin sind ja nun schon seit Urzeiten aktiv, kann mich noch an Demoreviews aus den frühen 90ern erinnern, wo man ihnen einen Sound attestierte, bei dem man „Kuchen backen mit Arschbacken“ verwechseln könnte. Nun, inzwischen ist man beim melodisch – technischen, im Volksmund „progressiv“ genannten Hardrock und Metal gelandet. Dabei macht man keine schlechtere Figur als Amitruppen wie Visionary oder die einheimischen Vanden Plas, ist also gerne etwas vertrackter, dennoch eingängig und durch den Sänger mit dem nötigen Quentchen Charisma ausgestattet, der eine Menge Wiedererkennungswert bringt. Pate gestanden haben natürlich Dream Theater mit ihren straighteren, groovigeren Proghymnen wie „Pull me under“, aber Graaf wären nicht Graaf, würden sie nicht ein paar Briketts in Sachen Persönlichkeit dazulegen. Ganz so progressiv im Sinne des Wortes sind sie nun halt nicht, weil die genretypischen Ingredenzien zwar allesamt vorhanden sind, mit wirklichen Neuerungen jedoch gegeizt wird, aber das ist okay, denn hier stimmt erstens der ebenso lebendige wie transparente und zugleich wuchtige Sound, außerdem ist das spielerische Niveau der Herren gehoben. Kompositorisch ziehen sie, wie erwähnt, alle Register und haben immer kleine Melodiebögen, die sich festsetzen, markante Punkte, an denen man die Songs fixieren kann. Coole Riffs und Bassläufe werden mit Leads aus dem Synthesizer vermengt, traditioneller Hardrock durch futuristische Elemente aufgefrischt und für die Gegenwart und Zukunft bereit gemacht. Eher „ART“ denn „PROGRESSIVE“ Metal, aber immer gutklassig.

Robert Moskau

Progmetal a la Vanden Plas, Dream Theater

Artikelnummer: 11133 Kategorien: , Schlagwörter: ,

CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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