NATOR – Same CD

12,00

Das hier soll ein Demo sein? Ich denke, dieses Stadium hat die süddeutsche Kapelle längst übersprungen und kann sich zu den Albumbands zählen, denn die vorliegende Scheibe ist für eine Horde Jungspunde verdammt knackig geworden. Irgendwo schrieb mal ein Schmierfink eines großen Magazins als lobende Worte, daß NATOR „neuzeitlichen Heavy Metal“ spielten, diesen Quatsch soll man schleunigst vergessen. Hier regiert die teutonische Macht mit einer immensen Urgewalt. NATOR leben von eigenwilligem Gesang, röhrenden Klampfen und treibenden, ab und zu verwinkelten Rhythmen. Der Abwechslung halber geht man einmal sogar kurz in den Blastbeat, während darüber die Gitarren herrlisch schwere Riffs abfeuern und unsere Seelen mit feurigen Leads auspeitschen oder man gibt sich kurzfristig balladeskem Schönklang hin, bevor die Keule wieder die Führung übernimmt. Diese Band besitzt einen eigenartigen spröden Charme, hinter dem sich eine packende Melodieführung verbirgt, die aus den donnernden Stahlattacken einprägsame Minihits macht, die einen kaum mehr verlassen wollen, wenn man sich dann erstmal mit ihnen angefreundet hat. NATOR sind das, was ich eine waschechte Heavy Metal Band nenne. Ecken, Kanten, kleine Unebenheiten, die ihren Charakter formen und unverwechselbar machen. Die Band spielt ehrlich und dadurch sehr sympathisch zum Veitztanz auf, ohne sich einen Dreck um die Trends links und rechts von ihrem Blickfeld zu kümmern. Sie hätten durchaus aus den 80ern sein und eine obskure Scheibe auf einem inzwischen kultiggesprochenen Krautmetallabel veröffentlicht haben können. Man gibt sich betont rauhbeinig mit guter Seele, so wie die meisten alten Teutonenkapellen es taten. Dem eigentlichen Metal der Briten und Amis wurden keine Innovationen hinzugefügt, es rumpelt und ruckelt, das aber so leidenschaftlich, daß NATOR einfach geliebt werden müssen, auch wenn das hier nicht die beste Platte der Welt ist. Insgesamt ein solides Werk, welches im Laufe der Zeit immer tiefer in die Seele dringt und diese in Brand steckt. Wem alte Kultbands vom Schlage Tyrant, Vampyr, Running Wild um 1984 und Invader gefallen haben, der kann sich hier frisches Blut in die Sammlung holen. Eine Band, die das ganze Trällerzeugs aus deutschen Landen einfach nicht tangiert. Aalglatt sind wohl nur deren [ZENSIERT], wenn sie sie aus der [ZENSIERT] ihrer Schnitte holen, nicht aber ihre Musik. So muß Metal klingen, höllenheiß, passioniert und ungezähmt auch in gemässigterer Geschwindigkeit. ROCKT!!!!

Sir Lord Doom

Teutonenpowermetal

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CD

Zusätzliche Information

Gewicht 0.150 kg
Marke

0, 1

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